So Tremulant Trenck (Fc. Frh. v. b.)
Tremulant, tremolo, damit bezeichnet man in der Mu- ^stk das Beben oder die allergelrndeste Schwcbung der Stimme auf ! ^einem Tone, welches denn auch auf den Instrumenten nachge- !ahmt wird (z. B. bei der Violine durch schnelles Hin - und Her-wälzen des die Satte niederdrückenden Fingers; oder beim Cla-vier durch sanftes Wiegen des Fingers auf der Taste; daher auchein Zug in der Orgel, wodurch ein bebender, zitternder Ton her-vorgebracht wird, der Tremulant beißt.
^ Lrenck (Franz, Freiherr von der), kaiserlich königlicher Pan-durenoberst, ein moralisches Ungeheuer seiner Zeit, war auf Si- *ritten, wofern Vater Oberstlieutenant war, 1714 geboren, stu-dirte bei den Jesuiten in Ödenburg, nahm in seinem i7ten Jahreösterreichische, nachher russische Kriegsdienste, wurde aber wegenseiner Iügeklosigkeit cassirt, und des Landes »erwiesen. 1740,beim Ausbruche des Successionskrieges erbor er sich gegen M.-rriaTheresia ein.Regiment Panduren zu errichten, welches er nach-malt als Oberstwachtmeister bi« 1746 befehligte. Er bildete mitseiner"wildcn Schaar immer die Avantgarde, warf alles vor sichnieder, und beging mit Sengen, Brennen, Morden, Rauben undPlündern die fürchterlichsten Unmenschlichkeiten. Besonders em-pfand Bayern die Brutalität dieses barbarischen Kriegers, dessenRaubsucht und Geldgejz keine Gränzen hatten, obgleich er sichein Vermögen von beinahe zwei Millionen erobert hatte. Wegenseiner Pflichtwidrigkeiten ward ihm 1746 ein peinlicher Prozeßgemacht, und er ward zu lebenslänglicher Gefangenschaft auf demSpielberge zu Brünn in Mähren venirtheilt, wo er den 4tenOktober 1746 starb. Trenck war ein überaus schöner Mann, von ,unglaublicher Stärke, und zu allen Strapazen abgehärtet. Erredete sieben Sprachen sehr fertig, und besaß tiefe Einsichten in !allen militärischen Wissenschaften; aber in sittlicher Hinsicht war 'er so böse, wie rs zum Glück für die Welt nur wenig Menschengibt. Er selbst hat sein Leben bis zum Jahre 1747 unter demTitel: Merkwürdiges Leben und Thaten des Freiherr» Franz vonder Lrenck, Wien 1807, 8.» geschrieben. M s. auch Franz vonder Trenck, dargestellt von einem Unparteiische« (E. F. Hüh-ner), mit einer Vorrede von Schubart, I Bündchen, Stuttgart2783 , 8 .
Trenck (Friedrich, Freiherr von der), geboren zu Königs-berg in Preußen den i6ten Februar 1726, besuchte schon im iztenJahre daselbst akademische Vorlesungen, nahm bald.Kriegsdienste,und ward beim Ausbruch des zweiten schlesischen Krieges 17^4Adjutant Friedrichs des Großen. Weil er jedoch in Verdachtkam, mit dem kaiserlichen Pandurenoberstm, Franz von derLrenck, seinem Verwandten, in einem geheimen Verständniß zuseyn, so ließ ihn der König nach Glatz auf die Citadelle bringen.Mehrmalige Versuche zur Flucht vermehrten den Verdacht undUnwillen Friedrichs, allein endlich entkam Lrenck ungeachtet deSengen Verwahrs, und machte durch Mabren, Polen und Preußentin« Fnßreise von röy Meilen zu seiner-Mutter.. Darauf wandtetr sich an Franz von der Lrenck nach Wien, der aber bereits imGefängniß faß, und ihn sehr übel aufnahm. Deßhalb ging ek«ach Moskau, Und von Hort nach Danzig, um mit seinen Ge-schwister» die Erbschaft seiner Mutter zu theilen. Hier ward er,ungeachtet er Rittmeister in kaiserlichen Diensten war, auf Ansu-