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Zenhter Band. To bis Z.]
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§3 Triptolemus

Land ist unfruchtbar, aber die Luft gemäßigt, und man findetLöwen, Tiger, Straußen und ungemein groß« Hammel daselbst. ImSommer regnet es äußerst selten, wcßhalb das Land dürre ist.Bei dem häufige» Regen im Winter steht hingegen alles in vollerFruchtbarkeit, welche durch fleißigern Anbau sich vermehren würde.Die Pferde dieser ganzen Gegend werden sehr geschätzt. DieHauptstadt Tripolis oder Tripoli di Warbaria liegt ammittelländischen Meere, hat eine geographische Meile im Umfange,und nur 2 Thore, ist volkreich an Mohren, Türken, Juden undChristen. Sie hat eine gute steinerne Mauer, aber weder Grasennoch Außeuwerke; auch keine Citadelle, sondern nur ein verfalle-nes Castell, welches zugleich die Residenz des Bei ist. Aus Man-gel an Quellen muß man sich bloß mit Rcgenwaffer behelfen. DerHafen ist gut. Die meisten europäischen Rationen haben hier ihreConsuln. Die Einwohner verfertigen Seidenzcuche, und gute Ca-melotte, und treiben jetzt nur wenig Seeräuberei auf dem mittel-ländischen Meere. Richt weit davon liegt Missisieh oder dieNeustadt, wo die vornehmsten Einwohner ihre Lusthäuser haben.—- Tripolis in Syrien (arabisch Tarablus oder Larabolos),Hauptstadt eines türkischen Paschaliks. Ihr Hasen liegt am mit-telländischen Meere. Sie hat igooo Einwohner, die aus Türken,Arabern, Christen und Juden bestehen, treibt bedeutenden Handelund mehrere europäische Nationen haben hier Consuln. Die ge-wöhnliche Sprache ist die arabische.

Triptölemus (mythol.), ein Sohn des Celeus, KöniIS vonEleusts und der Metanira. Räch Einigen hatte er andere Altern,und zwar zum Vater den Lrochilus oder Occanus, oder Eleustnusv. s. w., zur Mutter aber die Erde, oder die Kothonea, oder Po-lymnia u. s. w. Ceres, die ihre verlorene Tochter Proserpina aufder ganzen Erde suchte, kam auch zu den Ältern des Triptolemusnach Eleusts, und ward von der eben mit einem Sohne, dem Trip-tolemus, nach Andern dem Demophon, entbundenen Mutter alsAmme angenommen. Sie beschloß den geliebten Säugling unsterb-lich zu machen, und legte ihn deßwegen des Nachts ins Feuer, umalles Irdische an ihm zu zerstören. Allein sein Vater überraschtesie dabei und störte durch sein Geschrei die Stille der geheimniß-vollen Handlung. Ceres bestrafte ihn dafür mit dem Tode, denTriptolemus aber beschenkte sie mit einem drachenbespannten Wa-gen, um als ihr Gesandter an die Sterblichen die ganze Erde zudurchziehen, und den Anbau des Getraides zu lehren. Auf seinerReise hatte er verschiedene Abentheuer. So. kam er z. B. zumKönige Lynceus in Scythien, der, um selbst für den Erfinder desGetreidebaues gehalten zu werden, den Triptolemus umbringenwollte, aber Ceres schützte ihren Liebling und verwandelte denBösewicht in einen Luchs, Ein gleiche» Schicksal wollte ihm Kar-nabon, ein mysischer König, bereiten, der auch schon einen Drachengelobtet hatte; aber Ceres kam ihm wieder zu Hülfe, gab demTriptolemus einen andern Drachen, und versetzte den Karnabonmit dem gelobtsten an den Himmel, wo er in steter Furchtschwebt, von dem Ungeheuer umgebracht zu «erden. Man hältihn für das Gestirn des Schlangenträgers. Bei seiner Heimkehrstellte dem Triptolemus snach Einigen) sein eigener Vater nachdem Leben, aber Ceres rettete ihn wieder und bewog den Vater,ihm das Reich abzutreten. Er war der Erfinder des Pfluges und