ISO Triton Triumph
lehrer genannt, die den Mißverstand der Dreieinigkeitslehre biszur Ännahme von drei Gottheiten treiben.
Triton, ein Sohn des Neptun und d?r Amphitrite, stattwelcher auch Celäno und Selacia als seine Mutter genannt wer-den. Nach Einigen auch ein Sohn des OceanuS und der KhetiSoder des Nereus. Er war einer der berühmteste» Meergötter, undman scheint durch ihn das Brausen des Meeres haben andeutenwollen. Er blies auf einer Muschel, und besänftigte damit, wennNeptun es ihm befahl, daS aufgeschwollene Meer. Im Kriege derGötter mit den Giganten trieb er durch den Ton seine- Instru-ments die letzter» in die Flucht. Er tödtete des Äneas Steuer-mann Misenus, weil dieser mit ihm im Blasen wetteifern wollte.— In der ältesten Fabel war Triton eigentlich der Gott des liby-schen Sees Triton (s. unten). Homer erwähnt ihn nicht, aber He«siodus besingt ihn als einen gewöhnlichen Waffcrgott. Amphitriteund Neptun, singt er:
Zmgeten Tritons Macht, des gewaltigen, der an des Meeres
Tiefem Grund zur Mutter gesellt, und dem herrschenden Vater
Wobnt in dem goldenen Haus', ein furchtbarer Gott.
Späterhin machte man. ihn zu einem der untern Meerdämonen,der nicht allein bei den Syrien, sondern auch in andern Gegendendes Wittelmeers waltet. Endlich erscheint nicht mehr ein Lriton-sondern mehrere Tritonen, die gleich den spätern Pancn, Priapcnund Silencn den Namen ihres Vater- geerbt hatten, die in halb-thierischer Gestalt vorgestellt wurden, und den Nereiden zum Ge-spann und Reiten dienten. Luch wird Triton als ein Mann mitzwcicndigem Fischschwanze und sichelförmigen Floßsittigen beschrie- »den. Pausanias schildert die Tritonen noch vollständiger: dasHaupthaar grünem Sumpfkraute gleich, den Leib von feilharte»Schuppen umstarrt, Kiemen unter den Ohren, menschliche Rasen,weite Mäuler und Lhierzähne, blaue Augen, schuppige Hände undFinger mit Klauen, an Brust und Bauch Flossen. Dabei hattensie eine Menschenstimme und bliesen aus Schnecken. Andere lassenden Triton das Meer mit bläulichen Rossen durchjagen, und sowurde er auch mit KrebSscheeren, die dem Oceanus und der Am-phitrite gleichfalls eigen sind, abgebildet. Endlich fabelte man garwirkliche Seethrere, die gefangen und getödtct wurden, in Trito-nen um.
Triumph (Trkumf). Eine der größten und imponirendstenFeierlichkeiten des alten Roms waren die glänzenden Triumph-aufzüge der siegreich zurückkehrenden Feldherrn. Man unterschei-det aber einen doppelten Triumph, einen großen und kleine».Beide mußten vom Senat bewilligt werden; und zwar wurde nachdem Gesetz der große Triumph nur einem Dictator, Consul oderPrätor gestattet, der als Oberfeldherr in der Provinz über Aus- ,länder, und zugleich freie Leute, einen wichtigen Sieg erfochtenhatte, wo wenigstens gooo Feinde in offenem Kampfe umgekom-men waren. Der ganze Senat ging dem Sieger entgegen, der aufeinem vergoldeten Wagen, von 4 weißen Rossen gezogen, mit ei-ner purpurnen, gestickten Loge bekleidet und geschmückt mit einemLorbeerkranze, einen elfenbeinernen Scepter mit dem Adler inder Hand, durch hie Stadt aufs Ccipttvliüm fuhr. Voraus gin-gen Sänger und Musikanten, Senatoren und öffentliche Beam-ten, die gefangenen Heerführer und Fürsten in Kelten sammt der