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iv4 Trokar Trollhätta

merken wir, baß die ^öher gelegene Burg von Troja, dir Akro-polis, Pergamos hieß, und daß späterhin in der Gegend derzerstörten Stadt eine nette kleinere entstand, die den alten Namenführte, und, so wie sie, der Pallas geweiht war. Die StadtNeu-Ilium, ebenfalls spätern Ursprungs, wie schon der Namezeigt, tag, wie man glaubt, nickt an der Stelle des alten Troja,obwohl dies «ine gewöhnliche Meinung war, und die Bewohnerselbst es behaupteten. In neuern Zeiten haben Reisende an Ortund Stelle sorgfältige Untersuchungen über die wahre Lage des al-ten Troja angestellt, besonders 2 Franzosen, der Graf Choiseul-Goufsier und Lechevalier, auch zum Theil noch Überbleibsel zu ent-decken gemeint. Nach Lechevalier stand das alte Troja oder Jliuman der Stelle, wo sich jetzt das Dorf Bunarbaschi befindet.Man vergleiche Reise nach Troas, oder Gemählde derEbene von Troja in ihrem gegenwärtigen Zustande vom Bür-ger Lechevalier. Nach dem Franzöf. von Lenz, mit Kupfern u.Chart. Altenburg und Erfurt, bei Nink und Schnuphase, 1800,wo man auch «ine Abbildung des Dorfes und der Umgegend findet.Ferner die Ebene von Troja, nach dem Grasen Choiseul-Gouffier und andern neuern Reisenden rc. v. Lenz. Neu-Stre-litz bei Michaelis, 1798. Vortreffliche Bemerkungen über dieseoltclassische Gegend finden sich auch in des Engländers Wooäikssa)- on tlie OiiMim! Oeiiiiis er WbiriiiKs ot Homer.

Trokar (franz.), ein chirurgisches Instrument, das bei Men-schen in der Wassersucht, beim Aufblähen des Rindviehs und beimSchwindel der Schafe gebraucht wird. Es besteht aus einer drei-schneidkgen Spitze oder Nabel, die in eine Röhre von verschiedener »Länge paßt. Man stoßt die Spitze mit der Röhre zugleich an dembestimmten Orte bis zu der nöthigen Liefe ei», zieht dann dieSpitze heraus, läßt aber in der Öffnung die Röhre stecken, durchwelche nun das Wasser abfließen, öder bei dem durch zu vieles fri-sches Futter aufgeblähten Rindvieh die Luft aus der Bauchhöhleund aus den Gedärmen heraustreten kann. Bei Schafen, die denSchwindel haben, wird mit dem Trokar durch den Schädelknocheneine Öffnung bis an das Gehirn gemacht. Es sind von Zeit zuZeit verschiedene Verbesserungen an diesem Instrumente gemachtworden. -— Der Name ist französisch, und soll von n oi» yuairs,weil das Instrument dreischneidig ist, herkommen; lateinisch heißt«s »aus triguetra.

Trollhätta heißt der große Wafferfall in dem schwedischenFlusse Gothelbe, welcher aus dem Wenersee ausläuft, und bei Go-thenburg ins Meer fällt. Dieser Fall ist unter dem Aufluße deserwähnten Stroms aus dem gedachten Wenersee, wo das Wasserbis zwölf Klafter hoch mit einem solchen Getöse herunter fällt,daß man es auf zwei Meilen weit HHren kann. Zuweilen wird >auch der Fluß Gothelbe selbst Trollhätta genannt. Der da-selbst angelegte Wrückenweg, der etwas über eine Viertelmeilelang ist, bringt der Handlung vielen Vortheil. Das große Schleu-senwerk, welches die Schifffahrt auf diesem Strome möglich macht,ist im I. igoo vollendet zu Stande gebracht worden. Der ganzeKanal, welcher ^ schwedische Meile lang, 22 Fuß breit, und anden niedrigsten Stellen über 7 Fuß tief ist, hat 9 Schleuesn. Eshaben ihn bloß Privatleute angelegt. Wenn die Verbindung desWenersee- mit dem Helmar- und Mälerste vollends hergestellt ist,