Trommel Lromp 105
so können Eeefahrzeuge von Stockholm nach Gothenburg kommen,ohne den Sund zu passiven. Die ganze Höhe des Falls durch dieverschiedenen Schleusen beträgt 56 Ellen.
Trommel (Is rsmdour>^.kn der heutigen Musik das beson-ders bei kriegerischer Musik übliche Schlaginstrument, besteht auseinem von dünnem Holze, Mcssiyg oder Kupfer gearbeiteten cy-lindrischen Körper, über welchen oben und unten ein halbgegerb-tes Kalbfell gespannt ist, auf welches man mit Klöppeln schlägt.Der starke rauschende Ton bei diesem Schlage wird durch eineDarmsaite hervorgebracht, welche über das untere Fell gespanntist. Wird daher zwischen diese Saite ein weicher Körper gestecktso hört das Rauschen auf, und der Klang der Trommel wird ge-deckt. Da die Trommel nur einen Ton hat, so erklärt sich daherder Namq Trommelbaß, welchen man braucht, wenn maneinen einförmigen, aus einem immerfort angeschlagenen Tone be-stehenden Baß (z. B. bei dem Elavier) bezeichnen will. Da aberdieses Instrument auf einen Ton beschränkt ist, so ist es desto ge-schickter zur Hervorbringung der mannichfaltigsten Grade derStärke und Schwäche (wodurch oft die Täuschung, als würdenverschiedene Töne angeschlagen, entsteht), so wie der mannichfal-tigflen rhythmischen ^Figuren. Das Verdienst des Trommelschlä-gers (auch Is tAmdonr genannt), besteht daher vorzüglich in derFertigkeit im crsscenclo und äscrescericko, wodurch er eigen-thümliche, dem Donner ähnliche Wirkungen hervorbringen kann,und in der deutlichsten Bezeichnung des Rhythmus bei den ver-schiedensten die größte mechanische Fertigkeit erfodernden Schlag-figuren. Letzteres ist vorzüglich der militärische Gebrauch derTrommel, indem sie den Soldaten im geordneten und abgemesse-nen Gange erhält, und dadurch selbst das Marschiren gleichsammechanisch leichter macht. Das Tambourin ist einfacher alsunsere jetzige Trommel, und daher wohl älter als diese. DiePauke (s. d. Art.) fällt in ihrer Entstehung mit letzterm zusam-men. Die große Trommel, welche oben mit dem Klöppel, un-ten mit einer Ruthe geschlagen wird, gehört der türkischen Musikan; sie fällt nur bei den Haupttönen, welche gleichsam den Grund-rhythmus bezeichnen, ein; während die kleinere Trommel danebengrdßtentheils immer fortwirbelt und fluthet. — Daß übrigensmehr mechanische Fertigkeit, als höherer Kunstsinn dazu gehöre,diese Instrumente zu spielen, bezeugt Vaucansons berühmtesAutomat, welches auf der Trommel wirbelte- während die andreHand das Flagcolet spielte.
Tromp (Martin Harpcrtzoon), einer der berühmtesten hol-ländischen Seehelden und Admirale, wurde 1597 zu Brille gebo-ren. In seinem achten Jahre wurde er von seinen Ältern inDienst eines nach Ostindien fahrenden Schiffs gegeben. Noch sehrjung ward er von einem englischen Kaper mit zum Gefangenengemacht, und hatte hier in Diensten desselben Gelegenheit, alleKünste und Manveuvres des kleinen Seekrieges kennen zu lernen.Einige Jahre nach seiner Rückkehr in sein Vaterland wurde erim mittelländischen Meere von den Türken gefangen, aus derenHänden er jedoch glücklich entkam. Späterhin trat er in dieDienste der Generalstaaten, und begleitete den berühmten Admi-ral Peter Hein, dessen größter Liebling er war, bei allen seinenUnternehmungen, und focht an dessen Seite, als Hein aetödtet