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Zenhter Band. To bis Z.]
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no Trophäen Trophonius

Trophäen sind Denkmäler zum Zeichen eines erhaltenenSiegs, von eroberten Waffen zusammengesetzt. Die alten Völkerrichteten dergleichen gewöhnlich an dem Orte auf, wo sie einenSieg erfochten hatten. Von dem nächsten Baume wurden Zweigeheruntergehauen, bis auf einige wenige, an welche Schilder,Schwerter, Spieße rc. gehangen wurden; den obern Gipfel bedeckteman mit einem Helme, und an den Stamm wurde ein Panzer«der Harnisch gestellt. Zn der Folge machte man dergleichen Tro»phäen von Erz, oder auch von Marmor, und sie waren auch einGegenstand, der oft auf Münzen abgebildet wurde. Die Sinn-bilder der besiegten Provinzen oder Städte wurden unten an demStamme in trauernder Stellung angebracht, dem Ganzen abereine Inschrift, welche mit einigen Worten den erfochtenen Siegandeutete, beigefügt- Auch bei Triumphen pflegte man dergleichenTrophäen vor dem triumphirenden Feldherrn herzutragen (s.Triumph). In der Baukunst hat man nachher zur Nachahmungderselben allerhand Zierrathen in Hol; oder Stein bei Gebäuden,oder auch an Pfeilern und Wänden derselben angebracht.

TrophoniuS, ein Sohn des Erginus und Enkel des Kö-nigs Orchommus in Vöotien. Er und fein Bruder Agamcde«halfen dem Apollo den Tempel zu Cheysa bauen. Der Gott legteden Grundbau, sie aber steinerne Schwellen darüber. Sie er-daucten auch den Tempel zu Delphi, und baten nachher den Gottum eine Belohnung dafür. Diese ward ihnen ruf den siebente»Tag verheißen, und sie wurden ermuntert, sich bis dahin durchGastmahle zu ergötzen. Am 7ten Tage starben sie beide imSchlafe. Andere erzählen: Beide errichteten dem Hyrieus einGebäude zur Aufbewahrung seiner Schätze, setzten aber einenStein so in die Mauer ein, daß sie ihn des Nachts herausneh-men, von dem Gelde nach Belieben entwenden, und die Öffnungwieder verschließen konnten, ohne daß etwas zu bemerken war.Hyrieus sah seinen Schatz täglich abnehmen, aber Thüren undSchlaffer unversehrt. Er ließ also Schlingen legen, Agamedesfing sich darin, und Trophonius, um nicht verrathen zu werden,schnitt ihm den Kopf ab, und nahm ihn mit sich. Bald nachherverschlang ihn die Erde im Hain Lebadia. Nach Andern geschahLiese Geschichte bei dem König Augias in Elis, und es wird denbeiden Brüdern denn noch ein dritter Mitgenoffe ihrer Diebereien,Eercyon, zugegeben. Trophonius floh aus Elis nach Lebadiain Böotien, legte sich unter der Erde eine Wohnung an, spieltehier den Wahrsager, starb in derselben, und ward in der Folgevergöttert. Diese Erzählung ist offenbar eine Erklärung von der,daß ihn die Erde verschlungen habe. Trophonius erhielt in derFolge einen Tempel, worin er als Jupiter Trophonius verehrtwurde, und theilte Orakel aus. Sein Orakel ward bei folgenderGelegenheit entdeckt. Eine zweijährige Dürre bewog die Böotier,das delphische Orakel um Rath zu fragen. Es befahl ihnen, sichan den Trophonius in Lebadia zu wenden. Lange suchten die Ab-geordneten nach dem Orakel, welches Niemand kannte. Endlichsah der älteste von ihnen einen Bienenschwarm, dem sie nach ei-ner Höhle hin folgten. Hier gewahrten sie die Gegenwart einesGblterwcsens, bezeigten dem Trophonius göttliche Ehrfurcht, er-hielten eine befriedigende Antwort, und zugleich Unterricht, wieman ihn künftig verehren und um Rath fragen solle. Wahrschein-