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Zenhter Band. To bis Z.]
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Troubadour H5

>ten Jahrhundert bis zum Ursprung der neuern französischen Lite-ratur im lüten Jahrhundert. Treu dem Charakter des nördli-chen Frankreichs beschränkte sich ihr Dichten auf räsonnirendes Er-zählen, noch jetzt das Herrschende in dem uadichterischen Lande.Aber von ihren wenig bedeutenden Werken haben wir unter demArtikel Ritterwesen wertläuftiger gesprochen, und sa können wirder Mühe leicht überhoben seyn, hier umständlicher von ihnen zureden, zumal ihr Name ohnehin nicht die unsrer,ale Bedeutungerhalten hat, die den Troubadour noch jetzt auszeichnet. Handelnwir also jetzt bloß noch von den Dichtern des südlichen Frankreichs,den Troubadours. DaS südliche Frankreich, die herrlichenKüstenländer von Provence, Laüguctoc, und Guyettne mit Gas-cogne umfassend, war schon durch seine frühere Bekanntschaft mitdenMömern der Cultur fähiger geworden, und die germanischenBilkerstämme, die auch dahin drangin, fanden hier offenbar weitmehr Veranlassung, sich zu humaNisiren, als in den nördlichenProvinzen, Marseille blühte damals schon als der bedeutendsteHandelsplatz Frankreichs. Wir müssen hier besonders auf zweiStücke aufmerksam machen, welche auf die Eigenthümlichkeit demsüdlichen, provenzalischen Poesie bestimmenden Einfluß hatten, diephysische Beschaffenheit des Landes und dann die politische«Schicksale desselben in dem Mttelältcr. Nicht so in sich abge-schlossen wie Spanien, das in seinen herrlichen Grönzgebirge»gleichsam beständige elektrische Zuleircr, eine stetige Anregung in-nerer Kraft und Selbstständigkcit besitzt, theilt das südliche Frank-reich mit jenem Lande die schöne Üppigkeit des Süden, ohne seineEnergie und adelige Männlichkeit zu besitzen. Reiche Fluren mitden schönsten. keu.errcichsten Erzeugnissen des südlichen Bodens,romantische Thäler und Hergs in dem fruchtbaren Eevcnnenge-brrge, eine freundliche, langansgedchntc Küste am mittelländische»Wecre, in einem heißen, erschlaffenden Clima, geben dem Landeden lieblichen Anstrich der Idyllischen, Und lassen das Leben leichtvon dem Ernst der Arbeit, die hier gar nicht so mühsam gekö-dert wird, zu einer gewissen wollüstigen Weichlichkeit und Träg-heit hinneigen. Es verliert sich der Süden Frankreichs ohne einsfestere Gränze, als die eines leicht zu passicenden Flusses, alt-rnählig in den Norden, und hat so in sich selbst kein Element,das ihn bestimmte, seiner Weichlichkeit, durch das Kesirtben,selbststLnhig zu seyn, Gränzen zu setzen. Dies gibt natürlich demCharakter seiner Bewohner jene Hinneigung zu einem heitekn,fröhlichen, fast nur spielenden Lebensgenuß, zu weiblicher ukd i»ihrer Weiblichkeit lieblicher Tändelei mit allen Gütern des Lebens,die wir noch jetzt aus Lyümmcls Reisen ins südliche Frankreichan den Südfranzosen kennen. Ihre Ritterlichkeit (Chevalerre)mußte eine anders seyn, als die Spaniens oder des Nvrdenä— galanter als diese, weicher und heiterer als jene— Und ihrHeroismus mußte äußern spielenden Prunk als ein wichtigesStück-zu jedem ritterlichen Unternehme» mitbringen. — Dazunun aber auch noch die politische» Schicksale dieses Landes, diegewissermaßen selbst in dem Charakter des Clima'S geblieben sind,wenig durch große, erschütternde Umwälzungen, mehr durch Kö-nigsthrone, fast nur zum Spill aufgerichtet, Und Hofhaltungen,'mehr der Liebe und dem heiter», MnzeNde» Lebensgenuß, a»dem ernsten Regieren gewidmet, ausgezeichnet. Frankreichs

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