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Truhtcn Trunkenheit 125

in seine H-nde die Verwaltung einer Caffe gekommen, welche eineSumme in Bewegung setzte, die den gesummten Kammereinkünktendes Herzogthums gleichsam. Zwar war die Verwendung dieserSumme aufs bestimmteste vorgeschrieben, zur Schuldenzahlung, undei wurde jährlich einer herrschaftlichen Commission Rechnung"dayong.stellt. Wozu der Ausschuß sich diese Casse anfangs erschlichen,zuletzt angemaßt babe, ist nichr anzugeben, läßt sich nicht einmalerrathen. Er selbst hat sich nickt darüber erklärt, sondern wie. inallem, so auch hier, in ein heiliges Dunkel sich eingehüllt. DieGeschichte des Herzogthums selbst vvm Jahr 1603—1753, also ineinem Zeitraum von 150 Jahren, weist nicht das Mindeste auf,das auf eine Nothwendigkeit dcrie.ben hindeutete, und nie ist ver-lautet, was währen» dieser Zot in sie geflossen sey. Aber mit 175z'beginnt ihre eigentliche Epoche. Damals n.-hmen dke Prozessezwischen Herzog Earl und der Landschaft vor dem Reichshofrathihren Anfang; jetzt galt es, eine geheime Truhe zu haben, und ausihr bildete sich 1767 eine geheime Neaoriar-onseasse, haupriachlichzu Betreibung des Prozesses, so wie sie hauptsächlich, als endlichder Erbveraleich, eine neue Revision der wür:>»ibergischen Verfas-sung, von der würtemberaischen Familie und der L-nd>chaft aner-kannt, und vom Kaiser bestättigt, 1770 zu Stande kam, die Ga-rantie desselben durch die z Höfe von Preußen, England.-Hannoverund Dänemark bewerkstelligte. Nach bekannt gewordenen Rechnun-gen hat diese geheime Negotiationstasse von 1753 -1707 gegen 3Millionen Gulden ausgeaeben, ohne daß man genau wußte, wozu,«der die Ausgeber, der engere Ausschuß, jemand Rechnung dafür ge-stellt hätten, als sich selbst Die untadelhafteste Ausgabe der ge-heimen Truhe überhaupt, welche man kennt, ist diese, daß sieEtaatsdiener, welche sich in landschaftlichen Dingen die Ungnadedes Fürsten zugezogen batten, und um- Brot und Dienst gekom-men waren, mit Pensionen entschädigte, Sie bestand noch, diesegeheime Truhe, im Jahr 1797, als der letziverstorbene König vonWürtemberg noch als Herzog unter dem Namen Friedrich H. dieRegierung antrat. SeineS-che wir sie, wie billig, nicht; und imJahr 1804 ging er ihr, so wie dem landschaftlichen Sassen- undRechnungswesen überhaupt, das allgemein im Ruf schmählicher Un-ordnung stand, aufs ernstlichste auf den Leib. Die Rechnungensollten abgehört werden und waren wirklich schon vorgelegt, aberkurz ebe die Räthe zur Untersuchung erschienen, hatte die Ehe-frau des Landschafts - Sekretarius Stockmaier dieselben hinwegprak-tizirt. Das schöne Institut fiel endlich im Jahr 1806, als KönigFriedrich mit der angenommenen Königswürde der ganzen Verfas-sung des Herzogthums ein Ende machte. Die im Jahr 1314 zu-sammenberufenen Stände des Königreichs bezeigten anfangs nichtwenig Lust, sich den Besitz dieser geheimen Truhe aufs neue zu er-kämpfen; bald aber mußten sie es gerathen finden, großmüthigdarauf zu resigniren.

Lruhten, s. Druiden.

^ Trunkenheit, der Zustand, in welchen der MeNsch nachdem verhältnißmäßig zu starken Genusse weingcisthaltiger Getkänkeverfällt. Alle Flüssigkeiten- welche durch die. weinige Gähtungzubereitet Werden, enthalten einen Antheil des SsteiNgeistes (s. denArt. Weingeist). Zwar kaNN, auch von gewissen andern Stössen,Welche direkt auf das Nervensystem wirken, ei« ähnlicher Zustand