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Zenhter Band. To bis Z.]
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Tuba Tübingen 129

durch ferne MestirünL VIontis (l'eNtLirieii Aenultias I-oArcae^girrst. r687, aügZ, 1705 und ,75z, g. Tschirnhauscn dachtesich unter Philosophie eine Wiffenschafcslchre, deutete die allge-meine Berbindung der philosophischen Disciplinen an, verband dieanalytische Methode mit der synthetischen, und drang auf mathematischegründliche Sachecklärung, ohne mathematische Erkenntniß von derphilosophischen gehörig zu unterscheiden. Er erklärte sich auch zuhart gegen Syllogistik und Onthologie, philosophirte, mehr für dasLeben, wie für die Schule, und nahm die Metaphysik in die Lo-gik auf.

Tuba war bei den Römern einBlasinstrümeN^ das aber nurim Kriege gebraucht wurde, und unsern Posaunen oder Trompetenzu vergleichen seyn dürfte, ob es gleich eine etwas davon verschie-dene Form hatte. Im figürlichen Verstände wird es von der Hö-hen! Poesie, z. B. vom Heldengedichte, gebraucht.

Tübingen ist eine der ältern und bedeutendem Städte desKönigreichs Würtemberg, bedeutend vorzüglich wegen seiner Uni-versität, mit einer Bevölkerung von etwas "über 6ono Seelen. Esliegt 6 Stunden von Stuttgart, südöstlich, hart am Neckar, istgrößtenthcils über den Rücken und die beiden Seilen eines Hü-gels hergebaut, und füllt ebendeshalb weniger ang nehm ins Auge,objchon die Gegend von Tübingen unter die schönsten 'und frucht-barsten des würlembergischen Oberlandes gehört. Die Stadt hatbeträchtlichen G rraide"- und Weinbau und die Woilenwebereiendaselbst sind nicht unbedeutend, Tübingen war schon zur Zeit Kai-sers Heinrich IV. vorhanden, und der Sitz der Pfalzgrasen vonTübingen, jener einst so mächtigen und so begüterten Bynastcnfa-Milie in Schwaben, die aber zusehends tiefer herunterkam, undendlich im I7ten Jahrhundert ausstarb, nachdem längst das große Erbeder Ahnherrn gänzlich zersplittert war. Wo jetzt das Schloß ist, lagdie alte Pfalz; das Schloß selbst hieß sonst Hohentübingen, undhat in frühern Zeiten mehrere, zum Theil merkwürdige Belagerun-gen ausgehalten. Im Jahr 1342 erkaufte Gras Ulrich von Wür-temberg Burg und Stadt von den Pfalzgrafen Götz und Wilhelmfür 20,000 Pf, Heller/ und seitdem blieb Tübingen bei dem wüc-tembcrgischen Hause, Die hiesige Universität wurde nri I. 1477von Graf Eberhard im Bart, dem nachmaligen ersten Herzog vonWürtemberg, gestiftet/ den seine Mutter Mathilde, eine churpfäl-zische Prinzessin, dazu veranlaßte. Manches Mangelhafte war inihrer ersten Einrichtung; aber dessen ungeachtet gedieh sie gleich inden ersten 40 Jahren, von ihrer Stiftung bis zur Reformation,schnell und stattlich empor. Achon 1588 befand sich eine Druckereiin Tübingen; Reuchlin und Melanchttzon waren unter seinen Leh-rern. Die Reformation schadete weder ihrem innern Werth, nochihrem Ruf bei Auswärtigen, Und es ist bekannt, in welchem An-sehen dir tübingischen Theologen eine lange Reihe von Jahren hin-durch bei allen Protestanten standen/ wie bedeutenden Einflußeinige von ihnen auf die wichtigsten Angelegenheiten des Protestan-tismus in Deutschland hatten. Nur kümmerlich erüiclt sich wäh-rend des Zvjährigen Kriegs die Universität selbst, kümmerlich alleihre Anstalten. Nach ihm lebte sie wieder auf, und wenn auchnicht das frische lebendige Leben der frühern Zeit zurückgekehrt istso war ihr Leben doch nicht unrühmlich. In allen Wissenschaftensah man von Zeit zu Zrit ausgezeichnete Männer auf den Lehrstüh-

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