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Fernrohr besteht aus einem erhabenen «nb einem hohlen Glase,die so gegen einander gestellt sind, daß beider Brennpunkte zusam-menfallen. Parallele Strahlen, die von entfernten Gegenständenauf das erhabene Glas kommen, werden davon nach dem Brenn-punkte zu geworfen, von dem .hohlglase aber, durch welches sienun durchgehen müssen, dergestalt gebrochen, daß sie wieder paral-lel werden. Befindet sich daher das Auge dicht vor dem Hohlglase,so wird es von den entkernten Gegenständen parallele Strahle«bekommen, und alle Gegenstände aufrecht und vergrößert zeigen.L)a man nur einen kleinen Raum durch diese Art von Fernröhrenübersieht, auch das Auge dicht an dos Augenglas gehalten wer-den muß, so gebraucht man es gewöhnlich nur als Laschcnper-fpecti». Newtons verbesserte Fernröhre sind unter dem ArtikelSpiegelteleskope beschrieben. I>- 8 .

Tudor (das Haus) Ist eines der berühmtesten, und um denGlanz des brittischen Reichs verdientesten Geschlechter in der brit-tischen Geschichte. Der Krieg der rothen und weißen Rose,oder der Häuser Lancastcr und Park, welche mit abwechselnd»«Glück, und mit unzählbaren Grausamkeiten und Unbilden um Eng-lands Thron stritten, hatte dieses Reich seit dem Jahre 145z aufdas heftigste erschüttert, den innern Wohlstand und das äußereAnsehen vernichtet. Da riß der blutdürstige, habsüchtige Richar!»III. (vorher Herzog von Gloucester aus dem Hause Park) die eng-lische Krone an sich, nachdem er seinen Brudersohn, den KönigEduard V.j entthront, und nebst dessen Bruder ermordet hatte..Durch Greuel jeglicher Art suchte er sich in dem ungerechten Be>-sitz zu befestigen, und verfolgte deßhalb die Großen und Mächtigen,besonders diejenigen, welche dem Hause llancastcr verwandt wa-ren, und ihm gefährlich schienen. Unter dielen war auch Heinrich,Graf von Richmond, welcher vor Richards Tyrannei erst an denHof von Bretagne, und späterhin, als er dort nicht mehr sicherwar, in das Gebiet des Königs von Frankreich flüchtete. Heinrichstammte väterlicher Seits von der französischen Prinzessin Eatha-rina ab, die nach dem Tode ihres ersten Gemahls, Heinrichs V-,Königs von England, einen Edelmann aus Wales, Owen Tu d o r,geheirathet hatte. Der Hof, über diese Mißheirath unzufrieden,ließ Owen Tudor nach Eatharina's Tode gefangen nehmen, und1461 wurde er auf Eduards Befehl enthauptet. Sein ältesterSohn war Edmund Tudor, Graf von Richmond, Bater desGrafen Heinrich, dessen Mutter von einem unechten Sohne desJohann von Genth (eines Sohnes Eduards III.) herstammte, wel-cher jedem Anspruch auf die Thronfolge hatte entsagen müssen.Heinrich hatte also für seine Person gar kein Recht auf die Krone,aber die Grausamkeit, mit welcher er von Richard auch noch imfernen Auslande verfolgt wurde, vermochte den Grafen Heinrichvon St. Malo mit einer Flotte 1483 einen Angriff auf England zuvagen, «m der Gewalt des Usurpators ein Ende zu machen.Allein Rrchmonds Flotte wurde durch einen heftigen Sturm zer-stört, und er mußre mit dem einzigen Schiffe, das ihm übrig ge-blieben, unverrichteter Sache zurückkehre». Jetzt sing Richard anmit dem Hofe von Bretagne wegen Auslieferung des Grafen vonRichmond zu unterhandeln, der sich deßhalb zum Könige vonFrankreich begab. Richard hatte seine Gemahlin heimlich h>'nr-'cb-tcn lassen, um die Prinzessin Elisabeth pon ssiork (die Schirrst r