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den spanischen Besitzungen in Wcstindien gemacht hatte; und Ho-ward eroberte igy6 Cadix und strafte Philipps Übermuth durchdie Verbrennung seiner in diesem Hafen liegenden Flotte. Rieder-lLudifcke Flüchtlinge begründeten und hoben die englische Industrieund die Manufakturen erhielten eine neue kräftige Belebung. ZurBekämpfung Spaniens trat Elisabeth (iZy6) mit Heinrich IV.von Frankreich in ein Bündniß, dessen Zweck, die Demüthigungund Enkräftung Spaniens, in dem Frieden zu Vervin« er-reicht wurde, obgleich die von Spanien aufgewiegelten Katholikenin Irland erst 1601 völlig besiegt werden konnten. Diese Empö-rung der IrlLnder, welche Elisabeths Günstling, der Graf Essernicht zu stillen vermochte, verbunden mit Mißverständnissen zwi-schen ihm und der Königin, bewirkten seine Hinrichtung (istenMärz 1601), nach welcher Elisabeth in tiefe Schwermuth fiel. Nurkurz nach ihrem Tod- (Zten April i6oz) bestimmte sie den KönigJakob I. von Schottland, den Sohn der enthaupteten Maria Stu-art, zu ihrem Thronfolger, der auch als Urenkel der ältestenSchwester Heinrichs VIII. das nächste Recht hatte. Mit Aus-schluß der Königin Maria haben alle Regenten au« dem HauseLudor, selbst Heinrich VIII. durch den Grund, welchen er zurKirchenverbesserung legte, sich große und glänzende Verdienste umEngland erworben, deren Wirkungen noch fortdauern, und fürganz Europa von Bedeutung find. Iß- ?.
Tufstein. Mit dieser Benennung bezeichnet man gemeinig.lich einen Kalkstein, welcher eigentlich Kalktuf genannt wird. Erist von gelblich grauer Farbe und bat sich bei seiner Bildung nachden vorhandenen vegetabilischen und animalischen Formen gerichtet,um welche her er sich ansetzte: pfeifenröhrig, moosartiq, ästig rc.Er umschließt viele LandiLnecken und Knochen von standthieren,sogar Elexbantengerixpe, Überbleibsel von Fischen, Vögeln, Schlan-gen und Eidechsen. Bei Meißen sind in ihm in ziemlicher Tief-Menschen - Schädel und eiserne Nagel gefunden worden. Er istein ganz neues Erzcugniß und bildet sich meistens in tiefen Sumpf-gcgknden, wo das Wasser die von den benachbarte» Kalkgebirgenlosgerissenen Kalktheilchen absetzt und- damit die hier befindlichenKörper überzieht. Er findet sich bei Meißen, Sangenlaize, Wei-mar, Würzburg, Glashütte in Ungarn und bei Pyrwont.
Tuaeudbund, ^Tugcndvereiv. Der sogenannte Tu-gendbunb war ein patriotischer Verein, welcher im Königreich»Preußen bald nach dem Tilsiter Frieden entstand und zum Zweckhatte, theils das unsägliche Elend, welches der Krieg hinterlassen,zu mildern, theils die geistige, sowohl intellektuelle als moralisch»Kraft des Volkes zu beleben und dadurch den Verlust zu ersetzen, wel-chen der preußische Staat in pbvsischer und politischer Hinsicht erlitte».Deßwegen hieß auch dieser Verein in den Statuten, welche Hesse»Zweck und innere Einrichtung auSsprachen: der sittlich-wis-senschaftliche, und unter diesem Namen ward »r von der preu-ßischen Regierung nicht bloß geduldet, sondern auch förmlich aner-kannt, indem die jener Regierung'zur Prüfung vorgelegten Sta-tuten durch eine vom Könige selbst unterschriebene EabinstsorSrebestätigt wurden. Auch ließ sich die Regierung von Zeit zu ZeitBericht von der Thätigkeit des Berssns erstatten und Verzeichnissevon den Mitglieder» desselben einreichen. Der Verein rv'r als»schon darum kein» geheim» Gesellschaft; er war es av-r auch