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Trrgkudbund rz-
wußte es die französische Regierung dahin zu bringen, baß der Kö-nig durch ein allerhöchstes Rescript die augenblickliche Aufhebungdes Vereins und die Einsendung aller Acten und Arbeiten dessel-ben befahl. Man war darüber einig, daß der edle König, dessenoffner und fester Charakter bekannt war, nicht selbst diese Aufhe-bung bei sich beschlossen habe, sondern daß dieses auf Ansuchen Bo-naparte s geschehen sey. Obgleich nun Einige dafür stimmten, daßman durch eine Bittschrift.die Fortdauer des Vereins zu bewirkensuchen, sollte, so sahe doch die Mehrheit d!rS Zwecklose dieses Schrit-tes ein, der den Monarchen in die Verlegenheit gesetzt habenwürde, gegen seinen eigenen. Wunsch eine abschlägige Antwort zuertheilen. Man erklärte also in einer Sitzung, dem Willen deSKönigs gemäß, den Verein für aufgehoben. Bei Beendigung der-selben trat einer von den Vorstehern auf und. sagte: „Meine Her-ren! nach dem Willen unsers Königs ist der Verein seiner Formnach aufgelöst; nie werden wir uns mehr versammeln; unser* ge-meinsame Thätigkeit hat aufgehört. Ich hoffe, in unserm Herzendauert unser Bund fort , und das ist nicht gegen den Willen un-sers Monarchen. Arbeite jeder für sich zum großen.. Zweck; wirwerden einst bessere Zeiten sehen." Nur in dem hier ausgespro-chenen Sinne dauerte der Verein noch fort. Es wurden keine Zu-sammenkünfte mehr gehalten, keine gemeinschaftlichen Arbeitenmehr unternommen; aber das Alles war auch jetzt nicht mehr nö-.thig. Der wahre Bürgersinn, der Sinn für das Gute, die Em-.pfänglichkcit für das Große und Edle war im Layde verbreitet,wurde von jedem einzelnen Mitgliede durch Wort und That um'tcrhalten und das heilige Feuer genährt, das bald die Herzen mit.dem Muthe zur Medererringuntz der Freiheit entflammen sollte.Eine Mtürsache der Aufhebung des Vereins war wohl der Um-stand, daß derselbe seinen Protector im Ministerium verloren hatte.Dies war der Freiherr von Stein. Dieser Mann halse zwarkeineswegs den Verein gestiftet— dies war bloß durch eine frei-willige Vereinigung einiger Privatpersonen geschehen — auch- hater nie als Mitglied am Verein Theil genommen, weil er dies alsdamaliges Mitglied der Regierung nicht konnte; aber jener kraft-volle und großherzige Mann begriff augenblicklich, als ihm dieIdee des Vereins mitgetheilt wurde, die Größe und Wichtigkeitderselben, und unterstützte daher auch den Verein mit dem ganzenGewichte seines Ansehens, so lange er im preußischen Ministeriumwar. Nachdem aber Napoleon jenen Mann daraus entfernt hatte,fanden die Gegner des Vereins Mittel und Wege, den Verein beider Regierung verdächtig zumachen, als wenn er ihrem Ansetzngefährlich werden, Maßregeln wider ihren Willen durchsetzen, siebei der französischen Regierung compromittiren könnte. Diese Ein-flüsterungen fanden um so mehr Eingang, als der Major vonSchilt, der ein Mitglied des Vereines war, obwohl ohne An-laß des Vereines, im I, i'8c>y seinen abcntheuerlichen Zug vonBerlin aus gegen die Franzosen unternahm, und Napoleon, derdadurch (so w'S durch den. ähnlichen, obwohl gelungener», Kreuz-zuz des Herzogs von Brgunfchweig) nicht wenig erschreckt worden>Vur, die Aufhebung des Vereins nun um so dringender federte,Biese Federung unterstützten dann jene Gegner des Vereins — zsiwelchen nicht bloß die Wenigen gehörte», dir. mit den Franzosen,befreundet waren, sonderst auch die Biblsn, die sich vor der sxan-