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L46 Turban Turenne

Schildkröten, Aimmt, Kupfer, Baumwolle rc. Die Chine'er trei-ben den ansehnüchsten Handel, doch kommen auch Europäer, beson-ders Holländer hin, die Gewürze, Zeuch« und Tücher bringen, welcheletzter» weit höher als die im Lande so gewöhnlichen Seidenzeuchegeschätzt werden. Die Landrsmünzen sind bloß kupferne Pfennige,welches die Zahlungen sehr erschwert. Die Wissenschaften werdenin Tunkin, wie in China aus den Wecken des Konfucius und sei-ner Ausleger geschöpft. Auch stammt die Religion der Tunkinesenaus China. Sie haben Tempel, Götzen und Opferpriester, undangebliche Zauberer, die besonders in Krankheiten helfen sollen.Ihren verstorbenen Vorfahren erweisen sie große Ehrerbietung.Im lyten Jahrhundert kamen die ersten christlichen Misstonarien,aus Japan vertrieben, nach Tunkin, seitdem hat sich das Christen-thum in diesem Lande, ungeachtet verschiedener Verfolgungen, be-sonders 1772 sehr stark ausgebreitet. Seit dem Anfange des igtenJahrhunderts soll sich der König von Cochinchina dieses Reich un-terworfen haben.

Turban (türkisch Dülbend) ist ein Bund oder eine ArtMützen, welche die Türken und die meisten msrgenländischen Völ-ker tragen. Sie sind von einem Stück Leinewand oder Laffentgemacht, welches viclmal um eine Mütze gewickelt ist. Des Sul-tans Turban ist sehr dick, mit drei Reiherbülchen, nebst vielenDiamanten und andern Edelsteinen geziert, und die Türken haltenihn so sehr in Ehren, daß sie kaum es wagen, ihn anzurühren.Der Großvezier hat auf seinem Turban zwei Reiherbüsche; gerin-gere Befehlshaber führen deren einen oder auch gar keinen. DieEmirn tragen grüne Turbane. Dieses Vorrecht haben sie als An-verwandte von Mohammed und Ali.

Türen ne (Henri de la Tour d'Auvergne, Bicomte von)ein berühmter Feldherr, der zweite Sohn Henri's de la Tourd'Auvergne, Herzogs von "Bouillon, und der Elisabeth, TochterWilhelms lt-, Fürsten von Oranrcn. Er wurde ibn zu Sedongeboren, und zeichnete sich von Kindheit an durch seine Neigungzum Militärstande aus. Seine Lieblingslectüre war das Lebengroßer Feldherrn und besonders die Geschichte Alexanders von Cur-tius. Unter seinem Oheim, dem berühmten Prinzen Moritz vonNassau, ward er zum Krieger gebildet, erhielt 16Z4 ein französi-sches Regiment, und diente bei der Belagerung von Lamothe i»Lothringen unter dem Marschall la Force, nahm eine Bastion weg,deren Einnahme dem Sohne des Marlchalls fehlgeschlagen war,und la Force empfahl ihn deßhalb dem Hofe. In even diesemJahre erhielt Turenne noch den Rang eines Marecha! de Camp,und da er bei der Einnahme von Breisach sehr wichtige Dienstegeleistet hatte, so bot ihm der Kardinal Richelieu eine seiner Nich-ten zur Gemahlin an, welche Turenne aber aus Anhänglichkeit ander reformirten Religion, worin er erzogen war, ausschlug. i6zgwurde er nach Italien geschickt, wo er die Belagerung von Casaleaufhob, und bei Montcallier die Feinde schlug, während der Mar-schall von Harconrt Turin belagerte. 16-pj machte er sich durchdie Eroberung von Rousstllon um sein Vaterland höchst verdient,und erhielt 1Ü44 den Marschallsstab von Frankreich, nachdem er17 Jahre lang unter verschiedenen Feldherren gedient hatte. Ihmward nunmehr der Oberbefehl über die Armee in Deutschland,deren Bedürfnisse er aus seiner eigenen C»ffe bestrüt, übertragen.