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Zenhter Band. To bis Z.]
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>154 Türkisches Reich

vor Szkgeth. Unter seinem Sohne Selim II. von Ig66 bis IK74erhielt sich das Reich in seinem Glänze; er vergrößerte eS durchdie Insel Cypern, deren Besitz ihn zum Herrn des mittelländi-schen Meers gemacht haben würde, wenn nicht Don Juan d'Au-stria 1571 in der Schlacht von Lepanto seine Flotte vernichtethätte. Doch blieb dieser Sieg ohne Folgen. — Mit Selim II.endigt die Reihe der großen Prinzen, die den Thron OSmans ge-ziert haben. Seine Nachfolger wurden nicht mehr unter den Waf-fen erzogen, und an die Gefahren und Beschwerden kriegerischerUnternehmungen gewöhnt, sondern traten aus dem Harem verzär-telt auf den Thron, um denselben im Genusse der höchsten Schwel-gerei und Üppigkeit durch ihre Laster zu entweihen. Der Soldatfolgte dem Beispiele der Herrscher, und der wilde Muth, derbisher die Osmanen ihren Feinden so furchtbar-gemacht hatte, er-schlaffte, wie ihre Kriegsdisciplin. MuradL III. Regierung von1574. biS iZyA zeichnet sich durch eine wilde Grausamkeit aus;fünf von seinen Brudern mußten bluten, um ihn den Besitz desThrons zu sichern. Er focht mit abwechselndem Glücke gegen diePerser, welchen er anfangs einige Provinzen entriß, sie aber inder Folge nicht behauptete; die Christen dagegen unterlagen sei-nen Waffen, und ein großer Theil von Ungarn blieb i» seinenHänden. Sein Geiz gab Anlaß zu häufigen Empörungen derIenjitschcri, die von nun an jede der folgenden Regierungen aus-zeichnen. Auch Mohammeds M. Regierungsantritt 1595 wurdemit dem Blute von in Brüdern und ro Weibern seines Vatersbefleckt. Lchmcd I. von i6nz bis 1617, der einen unglücklichenKrieg mit den Persern führte, Mustapha I. und OSman III.,die von 1617 bis 162z abwechselnd den Thron einnahmen, wareninittelmäßige Regenten. Murad IV. führte von 162z bis 1640eine strenge, aber thätige Regierung, die den OSmancn das oadie Perser Verlorne Bagdad wiedergab. Sein Bruder Ibrahim I.regierte von 1640 bis 1648 durch seinen Großvessir, wie nach ihmseine sämmtlichen Nachfolger. Die lange Regierung Moham-meds IV. von 1648 bis 1687 wurde mit der Eroberung vonKandis glücklicher angefangen als beendigt. Zwar verlor er indem Waffenstillstand mit Österreich von 1664 nichts, zwar ge-wann er 1672 in dem polnischen Frieden nicht allein Kaminieck,ganz Podolien und die Freiheit der Ukränc, aber diese Eroberun-gen gingen noch der von SobieSky gewonnenen Schlacht bei Cho-tim 167z wieder verloren, und die unglückliche Belagerung vonWien 168Z entriß den OSmanen das Übergewicht, welches sie bisdahin über die Christen behauptet hatten, die Meinung von ihrerÜnv-kderstehlichkeit, wogegen doch noch lange in den Kirchen gebe-tet wurde. Mohammeds IV. nunmehriges Unglück im Kriege be-wirkte seine Entsetzung 1687; seine beiden Bruder, Solyman III. ,von i 687 bis 1691, und Achmed II. von 1691 bis 1695, setztenden Krieg mit Österreich, Rußland, Polen und Venedig mit wan-delbarem Erfolge fort, aber unter Mustapha II. von 1694 bis1702 sah sich die Pforte nach Eugens Siege bei Zenta zu großenAufopferungen gezwungen; Ungarn und Siebenbürgen mußten anÖsterreich, Mores an Venedig, Aso« an Rußland, und Kaminieckan Polen abgetreten werden. Von diesem Frieden datirt sich derVerfall des Reichs, der nun mit langsamen. Schritten nachhinkt.Durch das angenommene Regierungssystem waren die schönste»