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Zenhter Band. To bis Z.]
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Türkisches Reich

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Provinzen Asiens und Europcns nach und nach verödet; die os-manischen Waffen, durchgehende von Fanatismus und Zerstörungbegleitet, hatten überall Cultur und Industrie verbannt, derscheußliche Despotismus, der sich in jeder Staatseinrichtung wie-derspiegclt, welche hie wilden Eroberer im Innern des Reichs ge.troffen, hatte Glück und Wohlstand der unterworfenen Völker zer-nichtet, die Habsucht der Vessire und Paschen das Elend des Volksvollendet, das nun colonienweise seinen heimathlichen Boden ver-ließ, und unter christlichen Regenten einen mildern Scepter suchte.Nie hatten die Herrscher versucht, den Osmanen eine Cultur zugeben, die dem Geiste der Zeiten angemessen war, nie die unter-jochten Rationen wir den Siegern zu amalgamiren, und den Stolzder rechtgläubigen Osmanen auf ihr edleres Blut zu mäßigen oderanders zu richten verstanden. Dazu kam, daß die schlaffe Regie-rung die Haltung des Ganzen aus dem Gesichte ließ; die Paschenfingen an sich den Befehlen der Pforte zu entziehen, die Jenjit-scheri den Herrn in Jstambol zu spielen, und dem ohnmächtigenDespoten in Seraj nur in so weit zu gehorchen, als es ihnengutdünkte. — Achmedlll. von 1702 bis 1730 endigte sein« Kriegegegen Österreich, Rußland und Venedig nicht glücklich, gewannzwar von letzterm Freistaate Morea, mußte aber an Österreich dasBanal, Servien, und einen Theil von Bosnien und der Walacheiabtreten, wovon jedoch Mahmud I. von 1730 bis 1754 im bel-grader Frieden Servien, Bosnien, und die Wallacher zurücker-hielt. Mustapha kll. von 1754 bis 1774 wurde 1768 in eine»unalücklichen Krieg mit den Russen verflochten, worin sein Nach-folge Abdnl Hamid von 1774 bis 178Y. die Krimm verlor, auchmust? derselbe 1771 die Bukowina an Österreich abtreten. Ruß-lands Fodeiungen an die Pforte folgten nun Schlag auf Schlag,uns waren jedesmal mit Sessionen von Seiten der Pforte beglei-tet. Selim IH. von 178-) bis 1x07 endigte zwar einen 1787 aus-gebrochenen Krieg mit Rußland und Österreich, der unglücklich ge-führt war, bloß durch Abtretung des Budschacks und einiger ge-ringen Gränzplätzc, allein unter ihm stieg die Verwirrung imReiche auf das höchste; kein Pascha gehorchte mehr den Befehlendes Großsultans, mehrere, wie die Pascha's von Widdin n. a.lebten mit dem Herrscher in offener Fehde, der Pascha von Ja-nina gründete ein eignes, nur dem Namen nach noch unter derPforte stehendes Reich, die turkomanischen Befehlshaber KaraOsman und Tschapan Oglu folgten in Anadoli dem Vorgänge AliPascha's, und an der südöstlichen Gränze des Reichs trat in denWahabiccn ein neuer Feind auf, der dem Jslamism den gänzli-chen Untergang drohte, und dessen erste Unternehmungen mit s»glänzendem Erfolge begleitet waren, daß sogar die heiligen StädteMekka und Medina in seine Gewalt geriethen. Ägypten war eineBeute der Mamelucken geworden. Als im Coalitionskriege Bo-naparte 170z diese Provinz besetzte, sah sich die Pforte gezwun-gen , Fraurre-ch den Krieg zu erklären, und erhielt nur mit Hülfeder Britten Ägvpten 1301 zurück. In den letzter» Regierungs-jahren Seiims kehrten sie zu dem Interesse Frankreichs zurück.Dieser Schritt stürzte das Reich in einen neuen Krieg mit denRussen und Dritten, worin erstere sich aller Provinzen jenseits derbemächtigten, und das schon seit einigt» Jahren empörtein einen Freistaat verwandelten, letztere aber durch dir

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