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Zenhter Band. To bis Z.]
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Türkisches Reich 15?

dratmeilen. Das osmanische Europa hat sehr viele Gebirge, diesich zum Theil bis zur Schncelinie erheben, und worunter dorHämus oder Eminch Dagh da- verbreitetste ist, und auf der ei-nen Seite den dinarischrn Alpen, auf der andern den Karpatendie Hand bietet; auch die hellenische Halbinsel ist, so wie Morea,Kirid und die meisten Inseln des Archipels mit Bergen angefüllt.Das osmanische Asien zeigt sich im Ganzen mehr eben als gebir-gig; sein vornehmstes Gebirge, der Taurus, füllt die nordöst-liche Seite mit himmelhohen Kuppen, worunter der historischmerkwürdige Ararat, setzt in mehreren Rebenketten durch ganzAnatoli- und richtet sich durch eine südwestwärts ziehende Kettean den Libanon, welcher die Küste von ganz Syrien begleitet;doch findet man zwischen diesen verschiedenen Ketten sehr ausge-dehnte Ebenen, und in Südosten fangen die großen Wüsten an,die von hier bis in die,arabische Halbinsel sich Hinabziehen. Derafrikanische Theil oder Ägypten ist ein großes Thal, welches unterdem lothrcchten Strahl der Sonne nur durch den Nil Segen undFruchtbarkeit erhält; es wird auf der einen Seite von Gebirgen,auf der andern von dem rothen Meere eingeengt. Das osmani-fche Europa hat nur einen einzigen mächtigen Strom, die Donau,der bis zu ihrer siebenfachen Mündung im schwarzen Meere diesämmtlichen nördlichen Flüsse tributär find; die Mariza durch-strömt Thrakien, aber die im Alterthume so gefeierten Flüsse derhellenischen Halbinsel find bloße Küstenflüffe, die wie der Pcneus,Acheron, Cephiffus u. s. w. im hohen Sommer häufig versiegen.Im osmanische» Asien finden wir zwei große Ströme, den Tratund Tigris, die sich kurz vor ihrer Mündung in den Ghat ulUrab vereinigen, und dem persischen Meerbusen zueilen. Ägyptenhat bloß einen Strom, den Nil. Die Meere, die den Staat be-spülen, sind das schwarze Meer, welches durch den Bosfor in dasMarmormeer, und dieses durch den Hellespsnt oder die Straße derDardanellen in das ägäische oder weiße Meer, einen Busen desgrößer» mittelländischen Meers, ausströmt; Jrack Arabi oder viel-mehr der Paschalik Basra stößt an den persischen, Ägypten imOsten an den arabischen Meerbusen, oder das rothe Meer. Land-seen gibt es mehrere von ziemlichem Umfange, worunter wir hiernur in Europa den See von Jskenderieh, in Asien den von Wanund das todte Meer, in Ägypten den Menzaleh. bemerken wollen.Das Clima ist bei dem großen Umfange des Reichs äußerst ver-schieden, gemäßigt in seinen nördlichen, milde und erfrischend inseinen mittlern, und heiß in seinen südlichen Theilen; am schön-sten und bewunderungswürdigsten wohl auf der hellenischen Halb-insel, wo es gleich wohlthätig auf die animalische vegetabilischeNatur wirkt; am drückendsten in Mesopotamien und Ägypten,wo der erschlaffende Samum über die brennenden Wüsten haucht,

' und wo die Pest zu Hause gehört. Der Producte sind eine er-staunliche Menge, die allen Klimaten angehören; der Waizen ausRum Jli, der Reiß im Süden des Hämus und aus Ägypten, dasOlivenöl aus Attika, die Baumwolle und der Tabak aus Makdo-nia, die Seide aus Arnauth und aus Anadoli, die Eorinthenaus Morea, die Feigen aus Anadoli, der Krapp aus Böoticn,der Safran, die Galläpfel und der Meerschaum aus Anadoli, dieSennesblätter, das Natrum, der Salmiak und Saflor aus Ägyp-ten, der Mastix aus Sacki oder Ski«, der Wem aus Kibris, das