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Zenhter Band. To bis Z.]
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,Z8 Türkisches Reich

Augorahaar aus Anaboli, der Honig vom Hymettul, daSNaphthaaus Mesopotamien, die Wolle aus der Walachei sind eben so vieleEtapeuvaare»., die neben vielen andern mit Eifer vom Auslandegesucht und abgeholt werden. Aber fast alles geht roh a»s, undkaum entdeckt man einzelne Spure« von Kunstfleiß in dem Saf-fian, der Rothfärbcrei, der Baumwollen- und Teppichweberei,und in den Stablarbeiten der Osmanen und Griechen, überhauptstehen sowohl Sanowirthschaft als Kunstfleiß auf der niedrigstenStufe; wo es Verbrechen ist, wohlhabend zu seyn, wo ein reiche-res Ährenfeld, ein strotzenderer Weinberg nur Habsucht und Neidreizen, und unerschwingliche Abgaben und Belästigungen nach sichziehen, da verliert der Mensch die Lust, die Natur zu einem grö-ßer» Ertrage zu zwingen, als sie ohne viele Mühe geben will.Die Herren des Landes, die Osmanen, bekümmern sich um denAckerbau fast gar nicht, nur hie und da, besonders im osmani-schen Asien, werden Handwerke und einige Fabrikzwekge von ihnenbetrieben; die ganze Landwirthschast ist den unterdrückte» Völ-kern überlassen, und diese sind den muthwilliqsten Plackereien aus-gesetzt; daher denn nur da, wo der Mensch sich freier regen kann,wie auf einigen Inseln des Archipels, oder in Districten, wohinder Arm der Osmanen nicht reicht, wie im Lande der Drusen aufdem Libanon, sich eine regere Betriebsamkeit findet. Im osaiani-schen Asien trifft man eine regelmäßige Beschäftigung des Bodensnur bei den Städten und in einzelnen Strichen an; das Graswird von Nomade» bedeckt, die bloß der Viehzucht leben, undnebenbei sich von der Räuberei nähren. Der Handel ist von ei-nem großen Umfange, da trotz der ungeheuern Vernachlässigungdoch eine unermeßliche Menge schätzbarer Handelsartikel gewon-nen wird ; er theilt sich in See - und Landhandel ein. Erstererwird vorzüglich mit den Europäern getrieben; die Häken Salo-niki und Jstambol sind für Europa, die von Jsmir und Basrafür Asien, und der von Skanderik für Ägypten die Hauptmärkte,wo die Fremden einkaufen, und wo Armenier, Griechen und Ju-den die Mäkler machen; der Osmane gibt sich so wenig mit demHandel als mzt den Scluffkahrt ab, und was unter osmanischerFlagge das mittelländische Meer befählt, sind meistens Hydriotenoder Schiffer von den Inseln des Archipels. Im Ganzen hat in-deß daS osmanische Reich bei seinen vielen natürlichen Erzeugnis-sen, und bei den wenigen Bedürfnissen des Morgenlandes die Bi-lanz für sich, und der Levantehaudel kostet den Europäern großeSummen. — Die Türkei wird von etwa 24 Millionen Menschenbewohnt, freilich nur nach einer oberflächlichen Schätzung, da ineinem halbvarbarischen Lande nie an eine ZLhlung des Menschen-capitals gedacht ist. Im oömanischen.Europa mögen davon 7 bis8, im osmanischen Asien 12, und in Ägypten 4 Millionen leben.Diese Menschenmaffe besteht aus den verschiedenartigsten Nationen:1. OSmanen, die Herren des Landes, in der Mehrzahl im osma-nische« Asien, besonders in dessen nördlichen Provinzen verbreitet,im Ganzen ein schöner kräftiger Menschenschlag, in den die Na-tur die sonderbarste Mischung des Charakters gelegt hat, und dermit den ausgezeichnetsten Tugenden eben so viele Laster verbindet.Er bekennt sich durchaus zum sunnitischen Islam; seine Spracheist im gemeinen Leben die türkische, Schrift- und Hofspracheaber die arabische. 2. Turkomanen in Armenien seßhaft, so wie