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Zenhter Band. To bis Z.]
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tün Lürktscyes Äincy

hoch im Gebirge und unerreichbar dem Arme der Pascha's ganzunabhängig leben oder doch nur in geringer Abhängigkeit stehen;im Ganzen werden indeß alle diese Völker von den Herrschernmit der größten Geringschätzung und Übermüthigkeit behandelt,und sti'.d allen möglichen Bedrückungen uusgesetzt, da die Osma-nen das ganze Land als ihr Eigenthum, und die Einwohner als ihreSklaven zu betrachten und zu behandeln gewohnt sind. Niehat der Rationalstolz der Osmanen ihnen erlaubt, sich mit einerandern Nation zu verschmelzen, alle werden von ihnen mit Ekel-namen belegt. — Unter einem Volke, bei welchem orientalischerDespotismus, fanatische Religionsschwärmerei und Superstitionvorherrschend sind, kann literarrsche Cultur nicht gedeihen. Soist es bei den Osmanen. Was sie an Kenntnissen besitzen, ist ara-bischen Ursprungs, wie denn die arabische Sprache auch die Schrift-sprache geblieben ist; allein sie stehen weit hinter den Arabern zu-rück, und ihre Kenntnisse beschranken sich meistens nur auf dieAuslegung des Korans, und unter den Wissenschaften, die geach-tet werden, steht die Sternkunde oben an; doch ist sie fast ganzzur Sterndeutcrei herabgesunken. In der Dichtkunst haben sicheinige gute Köpfe ausgezeichnet, und unter ihren historischen Wer-ken sind einige von Werthe. Ader noch müssen alle Bücher ge-schrieben werden, und im ganzen Reiche besteht erst ein« einzigeDruckerei; dagegen gibt es in allen Städten eine Menge Kodja-kians oder Leute von der Feder, die sich bloß mit Abschreiben, be-sonders des Korans und der Ealender, beschäftigen, und in Jstanr-bol eine geachtete und große Innung ausmachen. — Die Staats-verfaffung des osmaNischcn Reichs ist völlig orientalisch. Unum-schränkt herrscht der Padischah über Gut und Blut seiner Unter-thanen, wie des vornehmsten, so des geringsten. In seiner Per-son vereinigt er die höchste weltliche, und als Kalif auch die höch-ste geistliche Würde. Kein Gesetz, sondern bloß die öffentlicheMeinung, die sich nur zu häufig durch Aufruhr und Revolutionen«usspricht, binden den Alleinherrscher. Er gibt Gesetze, ohne ih-nen selbst unterworfen zu seyn; er läßt sie vollziehen, ohne daßsich der durch sie Beeinträchtigte über Unrecht beklagen darf, selbstder erste seiner Diener muß die Schnur küssen, die er ihm zusen-det. Er ernennt die höchsten Reichsbeamten, und ein Wink vonihm bringt sie ohne weitere Untersuchung um Stelle, Leben undVermögen, indem der Großsultan auf gut orientalisch natürlicherErbe seiner Staatsbeamten ist. Kein Senat, kein Adel bewachtdie Rechte des Volks, oder wenigstens eines Theils desselben, jader Gedanke an ein Recht der Ration ist dem osmanischen Sraats-rechte völlig fremd; alle Unterthanen sind einander vor dem Des-poten völlig gleich, sie sind alle seine Sklaven. Aber darum sitztder Despot doch nie ruhig auf seinem Throne. Die Eifersuchtund die Cabalen der Großen verursachen eine Verwirrung und ei-nen Unbestsnd in der Regierung, die das Reich schon öfters anden Rand des Abgrundes gebracht hat. Ein großes Ansehen be-haupteten auch die Satelliten des Großsultans, die Jenjitschers,die der Despotie gewöhnlich zum Werkzeuge, häufig aber auchzur Geißel dienen. Die Thronfolge ist in der Familie Osmanserblich, doch findet kein Erstgeburtsrecht Statt, sondern die Ien-jitschrri, und das Volk wählen nach Belieben einen Prinzen dieserFamilie, wobei sie gewöhnlich auf die Eeburtsordnung Rücksicht