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Zenhter Band. To bis Z.]
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iSr Türkische- Reich

der Kkslar und Kapi Aga, als vornehmste Bertraute des Sultan»bedeutenden Einfluß besitze»; dann aus dem Großvessir und dersogenannten Pforte, der hohen oder glänzenden Pforte, die diebeiden Cabinette des Kiaga Beg oder Minister des Innern unddeS Reis Effendi oder Ministers der auswärtigen Angelegenheitenbilden. Der Titel des Padischahs ist ganz im morgenlandiichenStyle: >, Wir Sultan, Sohn eines Sultan, Chakan, Sohn ei-nes Chakan, Sultan Mahmud II. Chan, Sohn des siegreiche»Sultan Abbul Hamid, durch die unendliche Gnade des Schöpfersder Welt und ewigen Wesens, und durch die Vermittelung undgroßen Wunder des Mohammed Mustapha, des vornehmsten un-ter den Propheten, über dem der Segen Gottes ruhe, Dienerund Herr der Städte Mekka, Medina und Kuds , gegen welchedie ganze Welt ihr Angesicht wendet, wenn sie betet, Padischahder drei großen Städte Jstambol, Edreneh und Wrusa, welchealle Fürsten Äit Neide ansehen u. s. w." Das Reichswappen ist«in grünes Schild mit einem wachsenden silbernen Monde, auchhat das Reich gegenwärtig einen Ritterorden. — Die Staats-verwaltung ist ganz orientalisch. An ,der Spitze der Geschäftesollte eigentlich der Sultan stehen, aber seitdem dieser schon seitJahrhunderten aus dem Harem den Thron besteigt, regiert stattseiner sein oberster Staatsbeamter, der Großressir; doch haben«uch die Bertraute» des Sultans, besonders die Verschnittenen desHarem, die Favoritsultancn und die Walids Sultan großen Ein-fluß auf die Regierung. Der höchste Staatsrath heißt der Dy-wan, welcher im zweiten Hofe des Seraj gehalten wird, und inden ordentlichen und außerordentlichen zerfallt; jenen bilden bloßdie höchsten Reichsbeamten und die Agas des Militärs, zu diesemwerden auch andere Personen gezogen. In beiden führt der Groß-Vcssir den Vorsitz; die andern Mitglieder sind der Kiaja Beg, derReis Effendi/ der Kschousch Baschi oder Hof- und Reichsmar-schall, der Defterdar, der Aga der Jenjitscheri, der SpahilacAga und der Kapudan Pascha. .Der'Mufti tritt nur dazu, wenner gerufen wird, und der Sultan wohnt ihm zuweilen hinter ei-ner Tapete verborgen bei. Der Grvßwcssir ist die wichtigste Per-son im Staate; er ist der Stellvertreter des Sultans bei der Ar-mee, erster Minister, Großrichter und Bewahren des Reichssie-gels; seine Stelle gibt die höchste Ehre, Einfluß und Einkommen,ist aber auch äußerst gefährlich, und die Schnur liegt bei jedemSchritte in der Perspektive. Entfernt er sich von der Hauptstadt,so ernennt er ernen Verweser seiner Würde, den Kaimakan. Mi-nister des Innern ist der Kiaja Beg, der auswärtigen Angelegen-heiten der Reis Effendi, der Finanzen der Defterdar, obersterAdmiral der Kapudan Pascha, Lbrist der Jenjitscheri der Aga derJenjitscheri und Obrist der Reiterei der Spahilar Aga. DerLschousch Baschi ist Minister der innern ausübenden Gewalt, und'hat sieben llnterstaatssecretäre unter sich. — Die Provinzen sindsämmtlich bis auf die Moldau und Wallachei und die beidenHauptstädte Jstambol und Edreneh in Ejalets, Paschaliks oderStatthalterschaften, eingetheilt, worunter die Statthalter von Ru>mili, Anatoli und Damas den Titel eines Beglerbegs führen, unddrei Reßschweise vor sich her tragen lassen, welches Recht auch d.rKapudan Pascha besitzt; die übrigen Paschen haben deren nurzwei. Die Gewalt der Paschas ist beinahe unumschränkt in den