r?o Turnkunst
werd?». Wenn die Turner wenigstens bis zuö Hüfte zu springengewöhnt sind, kann man zum Kreissprung vorschreiten. Dannbilden die Turner laufend einen Kreis, auf dessen Bahn der Spren-gel steht; jeder überspringt die Schnur des Sprengels, sobald ersich ihr nähert und durchläuft dann den Kreis von Neuem. Wirddieser Sprung mit der Masse gemacht, so darf diese die Schnurnicht berühren; geschieht er mit dem Degen zum Herabstoßen undForttragen des Ringes vom Ringpseiler, so muß der Stich ge-schehen, wenn der Turner über der Schnur schwebt. Der Turn-sptung geschieht glirdcrweise, wobei die Springel-Pfeiler so weitauseinander gerückt werden müssen, als das Glied breit ist. DieseÜ.ung kann auch mit und ohne Waffe geschehen. 2. der Weit-sprung. Vorübungen sind: Der Satz und der Fortsatz, der inimmer wiederholten Sätzen bis zum Ende einer Bahn besteht.Hauplütung ist der eigentliche Weitsprung— Er theilt sich inden Anlauf, Absatz und Riedersprung. Als Turnübungen dienen:der Sprung über den langen, 1 Fuß tiefen Graben, zuerst unge-bunden, dann mit Gewehr, endlich im Trab; und den Schlänge!»sprung über einen in Krümmungen laufenden Bach oder Graben.Z. Der Liefsprung. Dieser ist rein,, wenn die Hand nichtdabei angewendet wird, gemischt, wenn man diese gebraucht.Damit der Stoß sich nicht in gerader Richtung durch das Rück-grath fortpflanze, springe man nie auf die Ferse, sondern auf dieZehen und beuge den Körper zusammen. Au dem gemischten Sprun-ge gehören der Sprung mit dem Stäbe und der Hochsprung mitdem Stäbe. Die Vorübungen bestehen in der Hebung und derWendung, bei welcher letzter» das Gesicht im Niedcrspringen nachdem vorigen Standpunkte des Turners gerichtet seyn muß, Haupt»Übung ist der Hocksprung mit dem Stäbe selbst. Hierbei muß derAnlauf nach dem Stützpunkte hin immer schneller und leichter wer-den, und Aufsprung und Einsetzen des Stabes eins seyn. Ebenso wie den Hochsprang mit dem Stäbe, hat man auch den Weit-und Liefsprung mit dem Stäbe, Als Anhang hierzu gehört derSprung im Reifen, im Strick und im Seile. Bei den erster»beiden Übungen schwingt sich der Turner, aufhüpfend, den Reifenund den Strick selbst unter den Beinen und über den Kopf weg;bei dem Sprung im Seil thun dies andre als der Springer. Allediese Übungen gestatten sehr viele Veränderungen. III. DasSchwingen. Zum Behuf desselben dient der Schwingel oderdas Schwingpferd. Die Vorübungen müssen allein Hände undArme gewöhnen, durch Stemmen, Heben, Handgehen, Aufsprangjn den Sattel, Sprung über den Sattel, Hinsuflprung stehendin den Sattel. Außerdem sind noch als Turnübungen: Auf-schwung in den Sattel, Aufsprung im Sartel, Riederschwebenin den Sattel, Herabschwingung vom Sattel, übersprang rechts,Aufsprang stehend in den Sattel, IV- Das Weghalten oderSchweben. Dieses zerfällt als Vorübung in dos Wagstehen aufeinem Beine, auf einem Pfahle und in das Waagehen auf demRuhbaum (einem auf dem Boden liegenden geschälten Achkenftamm),der Kante eines Breis u. s. w> Die Pfähle dürfen nur 1 Fußhoch und oben z Zoll stark seyn. Hauptübung ist das Waqhaltenauf dem Wog- oder Schwebebaum. Auf diesem versucht der An-fänger zuerst sich an der leitenden Hand des Lehrers zu halten,tz«nn phn, diesen; später auch, wenn man ihm sein« Bahn durch