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Menge, baß da« Wasser etwas dick davon wird. Dann nimmtman auf einem marmornen Reibstein eine Portion von dem schwar-zen Pulver nebst einet verhältnißmäßigen Menge Gummiwaffer,und zerreibt solches mit einem Läufer zu einem recht seinen Teige,wie man die Mahlerfarben zu reiben pflegt. Wenn er die höchsteFeinheit hat, thut man diesen Teig in kleine Formen, die ausdünner Pappe gemacht und inwendig mit weißem Wachs überzogenworden sind, damit sich der Teig darinnen nicht fest ansetze. Siekönnen auch von Zinn oder Blei gegossen, oder von feinem wei-ßen Blech gemacht seyn. Diese letzter» müssen zuvor mit einem gr-öhlten Papiere inwendig bcstrichen werden. Hierin läßt man denTeig langsam abtrocknen und alsdann ist die Tusche zum Gebrauchfertig. Der Bisamgeruch, den die chinesische Lusche hat, trägtnichts zu ihrer Güte bei, und er läßt sich der einheimischen ebenso leicht mittheilen. Die höchste Reinheit des Wassers und desGummi's sind besonders wichtig dabei. Die verschiedenen einge-drückten Figuren, die man auf den Läfelchen der chinesischen Tu-sche findet, sind die besondern Zeichen derjenige» Personen, die sieverfertigen, sie werden mit kupfernen Stempeln oder Formen dar-auf gedrückt. Je feiner und freier von Erdtheilchcn die Luscheist, desto höher wird sie geschätzt.
Tusch Manier, beim Zeichnen, bildet den Übergang aus de«trocknen Zeichnen mit Kreide oder Stiften in das Mahlen. Saf-tig und weich verschmolzen kann eine getuschte Zeichnung seyn unddurch die verschiedenen dunklern und Hellern Schattcntöne wird siealle Farben darzustellen vermögen, insofern sie zum Lichteff.ct desGanzen beitragen. Asse Lichter müssen bei dieser Manier ausge-spart werden, von dem reinen weißen Papier, welches den Grundbildet. Es ist die Hauptsache bei der Luschmanier, alles recht weichund duftig anzulegen, so lange die Schatten noch naß sind, sie zuverwaschen, um die Übergänge in das Licht ganz zart und ver-schmolzen herauszubringen, sie dann aber nicht eher wieder zu be-rühren, bis sie Aan; trocken sind, und dann ollmählig durch dasstuf, »weise Auftragen von stärker« Schattentöncn die dunkeln Mas-sen herauszubringen, und die kleinern Parthieen hineinzuzeichnen«Durch ein sanftes Schraffiern und ein mit weichen Punkten ver-schmelzendes Überarbeiten werden ble Schaltentheile, die erst in gan-zen Massen angelegt wurden, ausgeführt und vollendet, sie bekom-men dadurch die Durchsichtigkeit, die allein Rundung und Tiefe her-vorbringen kann, Ein zarter genauer Umriß, weiche saftige Schat-ten, und zuletzt recht markige Drucker in den dunkelsten Stelle»und recht rein erhaltene Lichter in den hellsten machen eine schönegetuschte Zeichnung. Das Papier muß zum Tuschen auf ein Reiß-vret gespannt werden- Die Münchner Haarpinsel sind am bestenzum Luschen zu gebrauchen. Landschaften nehmen sich besondersschön in dieser Manier aus. Alles was hier von dem Tuschen ge-sagt ist, gilt auch für die jetzt weit beliebtere Sepiaman-cr, eS istdasselbe, ob die Farbe schwarz oder braun ist, es bleibt immerdieselbe Behandlung die man Inois nennt, Und die durch diein Aguatinta gearbeiteten Kupferstiche nachgeahmt wird. Diegrößte Wirkung der Zeichnungen in dieser Manier längt beson-ders von conceutrirtem Licht und schönem Helldunkel ab, kleineverstreute Lichter zerstör«» die Wirkung ganz; ;e mehr Einheitim Ganzen ist, und je mehr alle noch so reichen Einzelnhriten sich