Lusculanum Tycho i?3
mt ^ ;,ner unterordnen, mit desto höheren ruhigen Wohlgefallen wird>r- des Kenners Auge darauf verweilen. (G. Aqua tinta).
er, Tusculanum, eine berühmte Billa (Landhaus) des Cicero
6°' in der Nähe der Stadt Tusculum. Cicero verweilte hier am lieb-le sten, und verschönerte diese Billa nicht nur mehr, als seine übri-
us. gen Landhäuser und Güter, sondern gab hier auch Unterricht in
der Philosophie, und unterredete sich mit seinen Freunden undSchülern über das, was er in den, nach diesem Orte benanntentusculanischcn Quästionen niederschrieb. Tusculum war einegc- ' der Hauptstädte des alten Latiums, von Rom aus gegen Norden über Alba"" in einer überaus angenehmen Gegend, weshalb der Raum von
uch hier bis Rom so mit Gärten und Landhäusern angefüllt war, daß
igt Man ihn für einen zusammenhängenden Garten hielt. Tusculum
-e" selbst war eine beträchtliche Stadt, und ist es gegenwärtig unter
"S dem Namen Frascati, welchen sie von den vielen Lustwäldern
ge« und Buschwerk (rinsca) erhalten haben soll. Nach der Fabel ist
ku« Tusculum von dem Lohne des Ulysses und der Circe erbauet
sie worden.
ae- Lutel, s. Vormundschaft.
säst Tutti (ital.) bedeutet: Alle, Und zeigt in der Musik an, daß
alle Instrumente oder Stimmen einer Gattung eintreten sollen,>e»t ' nachdem vorher eine oder wenige derselben sich hören ließen.
^s- Twist Mater, s. Anhang.
md Tycho (Tyge) Brahe, ein berühmter Astronom, aus einer alt-
sie adligen, ursprünglich aus Schweden abstammenden Familie, wur.
de auf dem Landgute seines Vaters, Knud-Strup in Dänemark,ge« am ryten December 154Ü geboren. Von der frühesten Jugend ant»d ' zeigte er eine entschiedene Neigung für die mathematischen Wiff,n>schaften. Als er 14 Jahr alt war, machte das Ereigniß, daßzu eine Sonnensinsterniß zu dem von den Astronomen angekündigte»
>er- Zeitpunkte genau eintraf, einen solchen Eindruck auf ihn, daß er
de« für die Astronomie selbst die größte Hochachtung bekam, Und sich
i^s ihr mit allem Eifer widmete. Er wurde auf die Universität Leip-
las« zig geschickt, .um da die Rechte zu studiren, aber er beschäftigte
en« sich hier fast ausschließend mit astronomischen Beobachtungen. Als
^ er nach Dänemark zurückgekommen war, heirathete er ein Land-an« mädchen von dem Gute seines Vaters. Dies entzweite ihn mit
"n« seiner Familie, mit welcher er jedoch durch die Vermittlung deS
-er« Königs wieder ausgesöhnt wurde. Er unternahm hierauf versckie-
>at» dene Reisen nach Italien und Deutschland, lehnte aber die Au-ßen träge einiger Fürsten, dio ihn, unter vortheilhaften Bedingungen,
öne in ihre Dienste ziehen wollten, ab. Friedrich II., König von Dä-
e>ß« nemark, gab ihm einen ansehnlichen Jahrgehalt, und räumte ihm
sten dio kleine, seit 1658 Schweden gehörige Insel Hween im Sunde,
>ers auf Lebenszeit ein. Hier erbaute Tycho, auf königliche Kosten,
g" das Schloß Uranienburg und einige Sternwarten. In dieser E:n-
ist samkeit, wo er von verschiedenen Fürsten besucht wurde, arbeitete
mer or das Weltsystem aus, das noch unter seinem Namen bekannt ist.
die Er nahm an, daß die Erde im Mittelpunkte des Weltsystems un-
Die beweglich fest stehe, die Sonne aber, und alle übrigen WeltkLrper,
son« sich um dieselbe herum belegten. Er wollte das alte Ptolemäische
eine System verbessern; aber die nachfolgenden Astronomen haben Bra.
hcit he-s System mit Recht verworfen, und das System des Coperni-
sich cus vorgezogen (s, d. Art, CopernicuS). Sein reger Eifer, die