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176 Tympanum Lyphon

Astronomie zu vervollkommnen, beivog ihn, selbst große Summe» fdeßwegen zu verwenden. Aber man verdankt auch seinen uniinter- Idrochenen Beobachtungen ein richtigeres Berzeichniß der Fixsterne,mehrere wichtige Entdeckungen über bis Bewegungen des Mondesund der Comcten, so wie über die Refraktion (s. d. Art.) und be-deutende Verbesserungen der astronomischen Instrumente. Lych»war dabei ein geschickter Chemiker, liebte die schönen Wissenschaf-ten, und fand in der Dichtkunst seine Erholung von ernstem Stu-dien. Von dem charakteristischen Fehler seines Zeitalters, der Vor-liebe zur Astrologie und dem Hange zum Aberglauben, war er kei- 'neswegs frei. Sein heftiger, aufbrausender Charakter, und seineNeigung, sich Spöttereien über Andre zu erlauben, zogen ihmFeinde zu, die es bei dem Nachfolger Friedrichs II., König Chri-stian IV-, so weit brachten, daß dieser ihm den Jahrgehalt ent-zog. Lycho verließ (IM7) unwillig sein Vaterland, und nahmeinen ehrenvollen Auf des Kaisers Rudolph H. an, der ein gro-ßer Freund der Astronomie und Astrologie war. An RudolphsHofe zu Prag wurde Tycho wohl aufgenommen, gart bezahlt, underhielt alle mögliche Freiheiten und Unterstützungen, seine Studie»ungestört fortsetzen zu können. Er starb aber schon am 24. Octb.lüoi. Lycho Brahe war bei allen Schwachheiten und Fehlernein großer und ausgezeichneter Mann seines Zeitalters. SeineWerke, durchaus astronomischen Inhalts, sind alle in lateinischerSprache geschrieben; die von ihm noch vorhandenen lateinischen Ge-dichte sind ohne großen poetischen Werth. Seine kostbaren astro-nomischen und andern Instrumente kaufte der Kaiser Rudolph H-,«ber sie wurden nach der Schlacht auf dem weißen Berge bei Prag(1620) größtmcheil« vernichtet; nur ein großer Sextant soll davon 'noch in Prag befindlich seyn. Die berühmte messingene Himmels-kugel, die S Fuß im Durchmesser hatte, und deren Verfertigung§ooo Lhlr. gekostet haben soll, kam nach mancherlei Schicksalenwieder nach Kopenhagen, wo sie aber bei dem großen Brande imI. 1723 mit verloren ging. Von dem Schlosse Uranienburg aufder Insel Hwee» sind jetzt nur noch einige Ruinen übrig. Ei»mchreres über Tycho'S Leben und das ganze Berzeichniß seinerSchriften s. in Lych» Brahe rc. ein Versuch von Helfrecht, Hof

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Tympanum (griech.), ein Instrument bei den Griechenund Römern, ungefähr dem Lambourin-ähnlich, das mit derHand geschlagen, und vorzüglich bei religiösen Ceremonien gebrauchtwurde; eine Art Pauke, nicht Trommel, denn unsre heutigenTrommeln kannten die Alten, nicht. In der Baukunst verstandman darunter ein Aug- oder Tret-Rad. In der Anatomie nenntman das Trommelfell im Ohr auch Tympanum; aber dieseBedeutung war den Römern nicht bekannt. — Lympan itisdie Trommelsucht), eine Art der Wassersucht, ^da der Leib aufschwillt wie eine Trommel.

Lyndar-iden heißen von ihrem Vater Tyndarus, Königvon Laconien, die Zwillingsbrüder Castor und Pollux (s. d. Art.Castor).

Typ hon, eine ägyptische Gottheit, ein Sohn des Krönetund der Rhea, und Bruder des Osiris, Amens, der Isis undNephtis. Der Gemahl seiner Mutter war Helios; sie liebte aberden Kronos, wurde vvm Helios mit ihm i» unerlaubtem Umgänge

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