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Dichter höchst verschieden find. N-ach Hesiodus warb es »en derErde und dem Tartarus erzeugt, um sich an den Göttern zu rä-chen, welche die Titanen und Giganten besiegt hatten. Nach Ho-mers Hymne auf den Apollo war Juno seine Mutter, welche, demJupiter zum Trotz, der die Athener aus sich selbst geboren halle,auch den Typhon aus sich selbst gebar, und ihn van dem DrachenDelphines erziehen ließ. Eusthatius, noch besser berichtet, erzählt!,die Erde habe aus Verdruß über die Niederlage der GigantenUneinigkeit zwischen Juno und Jupiter gestiftet. Jene beklagtesich deßhalb bei dem Saturn, der ihr zwei Eier gab, die sie aufdie Erde legen sollte. Das aus ihnen herauskommende Geschöpfwürde mächtig genug seyn, den Jupiter bom Throne zu stoßen.Juno legte diese Eier auf dem Gebirge Lrima in Cilicien nieder,versöhnte sich jedoch mit ihrem Gemahl und entdeckte ihm alles,woraus, er sich mit seinen Blitzen gegen das Ungeheuer, dessen Ge-burtsort nach den Meisten Cilicien war, rüstete. Pindar läßt denTyphon dort in einer Höhle leben, welche Lyphoneum hieß, undmit giftigen Dämpfen angefüllt war. Das Ungeheuer war schreck-lich, und größer und stärker als alle, welche die Erde geborenhatte. Bis zu den Hüften war es menschlich gestaltet. Sei»Haupt reichte über die höchsten Gebirge empor und berührte dieSterne. Die Arme reichten vsm Aufgang bis zum Niedergang.Statt der Finger gingen aus den Händen hundert Dra-chen hervor, und um die Hüften wanden sich Schlangen infürchterlichen Kreisen, welche über sein Haupt empor ragten, und«in schreckliche« Gezisch machten. Sein ganzer Körper war befie-dert, den Kopf bedeckte borstiges Haar, das Kinn ein fürchterli-cher Bart. Seine Augen blitzten Feuer. Hesiodus sagt- seineHände und Füße sind in steter Bewegung. Feurige Augen blitzenaus hundert Schlangenköpfen, welche schwarze Zungen hervorschie-fien. Seine Stimme ist bisweilen den Göttern verständlich, bis-weilen brüllt er wie ein Löwe, heult wie ein Hund und zischt sofürchterlich, daß die Berge erbeben. Diese Beschreibung paßt auf«inen Sturmwind, wofür Hesiodus den Typhon selbst erklärt. Ei-nige Dichter lassen die hindert Drachen gleich aus seinen Schul-tern wachsen und Feuer ausspeien. Auf dem Rücken gibt manihm auch Flügel. Er stürmte den Olymp mit glühenden Felsstü-cken und Feuerflammen, und bahnte sich unter fürchterlichem Zi-schen der Schlangen den Eingang in denselben. Die Götter flohennach Ägypten, wo sie, als Typhon sie verfolgte, sich in Thiereverwandelten. Jupiter ward ein Widder, Apollo ein Rabe, Bac-chus ein Aiegenbock, Diana eine Katze rc. Nach Apollotor schleu-derte Jupiter auf den verfolgenden Typhon seine Blitze, und dro-chete ihm, als er ihm nahe kam, mit seiner diamantnen Sichel,so daß das Ungeheuer nach dem Gebirge Kasius oder Kaukasusentfloh. Hier wagte Jupiter einen Zweikampf mit ihm, weilTyphon verwundet war, allein dieser umstrickte ihn mit seine»Schlangen, und warf ihn zu Boden. Darauf entriß er dem Gottdie Sichel, durchschnitt ihm die Sehnen an Händen und Füßenund trug ihn nach Cilicien, wo er ihn in die corycische Höhleverschloß. Die abgeschnittenen, in eine Bärenhaut gewickelten,Sehnen ließ er vom Drachen Delphines bewachen; Merkur aberund Ägipan stahlen die Sehnek, und heilten den Jupiter. Die-ser verfolgte jetzt auf seinem mit geflügelten Rossen bespannten