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Wagen den Typhon bis an den Berg Rysa bei Pelusium am SeeSerbonis. Hier hielten die Parzen den Fliehenden durch eine Listauf, und beredeten ihn zu seiner Erfrischung einige Frücht-, zuessen. Jupiter erreichte ihn zwar, allein Typhon floh aufs neuenach Thracier», und am Berge Hämus kam es zu einem cntsttzlflchen Geiechte. Typhon schleuderte ganze B rge, aber au' s«inBlut floß. Endlich floh er durchs Meer nach Sicilien, Jupiterschleuderte den Ätna auf ihn, und besagte inn so völlig. Hesio-dus läßt ihn zerschmettert in den TarnaruL stürzen; nach Homeraber lag er unter den arimrschen Bergen begraben, wo der zür-nende Gott noch immer seine Blitze um sein '«rabmol schleudert.Pindar erzählt: das besiegte Ungeheu r lag im Lart'rus, und diephlegräische Gegend bei Cumä in Italien auf ihm, so daß diehaarige Brust unter dem Meere hin bis nach SiciU-n zum Ätnareichte. Bei Tage spie das Ungeheuer Darnxfsäulcn, bei NachtFlammen und Steine mit fürchterlichem Geröse ins Meer; dennangefcffelt lag er zwischen dem Gipfel und der Wurzel des Linamit ganz zerfleischtem Rücken. Ovid läßt ganz Sicilien auf ihmliegen, den Ätna auf dem Kopfe, das pelorische Vorgebirge aufdem rechten, das pachynische auf dem linken Arme, und das lely-bäische auf den Beinen. Nach Einigen erschoß ihn Apollo. AISJupiter ihn auf dem Käukasus mit dem Blitze traf, verborg ersich in den See Serbonis. Aus seinem vergossenen Blute entstandder' Drache, welcher das goldene Vließ bewachte und alle Schlan-gen. Mit der Echidna zeugte Typhon den Ortheus, Eerberus,die lernäische Schlange und Chimära. Auch der nemäische Löwe,der hesperische Drache, der kaukasische Geier und die Sphinxewaren seine Kindex. Nach Hesiodus waren auch, mit Ausschlußdes Rotus, Boreas und Zephyrus, -lls verderbliche» Wind« seineKinder. Die ganze Fabel vom Typhon ist nichts anders, «lSVerbildlichung unterirdischer Winde, Erdbeben, Vulkane und derschädlichen Wirkungen derselben.
Typhus Betäubung-, zeigt eigentlich eine Krank-
heit an, die durch Betäubung und Stumpfheit der Sinne ausge-zeichnet ist, und kommt in dieser Bedeutung bei dem Hippvkratesvor. Aber theils in den unechten Schriften desselben, theils vomGalen, und ganz besonders in der Kunstsprache der andern -lrztewird dies Wort in sehr verschiedener Bedeutung gebraucht; man-nichlallige Fieber werden bald mit diesem Namen belegt, bald wirdauch eine ganze Classe von Fiebern (Sie asttzeniscken, oder die Rer-vensieber), darunter verstanden. In den neuesten Zeiten endlichstellte besonders Hildebrand (über den ansteckenden Typhus. Wicrr,rijio.) nach dem Borgange von Sauvages die erste Bedeutungwieder her, und man versteht jetzt darunter eine selbstständigeFieberkcankheit eigner Art, welche ansteckend ist, eign: uns be-stimmte Stadien durchläuft und deren einziges bestimmtes Symp-tom i» allen Stadien Betäubung mit Delirium ist. Es st drcsdie Krankheit, die in Spitälern und Lazarerhen, in Gefängnissen,Feldlagern, auf Schiffen und in belagerten Stadien so häufig ent-steht, und dann bald endemisch, bald epidemisch herrscht und großeVerwüstungen errichtet. Dielelve Krankheit -st -s, die ge-vchn-Uch den Krieg begleitet und deßhalb von Hufeland Kr.egspest ge-nannt, wirt^ und wel-che besonders in snn denkwürdigen Jahre