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Ubiquität Uhren iyi

Charakter so nahe, als die deutsche, keine ist im Stande, die Syl-

benmaße der Akten sich anzue'gnen: daher auch keine bessere Über-

setzungen der alten Dichter ausweisen kann. Homer von Voß,Shakspeare von Schlegel und Torquato Lasso von Gries

überseht, sind herrliche Kopien für den, dem der Genuß der Origi-nalwerke versagt ist.

Ubiquität — ein nach Art des Lateins ^er scholastischenPhilosophie gebildeter Ausdruck zur Bezeichnung der Allgegen-wart — wurde von Luther» diejenige Eigenschaft des LeibesEhristi genannt, vermöge deren er unter dem Brote im Abcnd-mahle allenthalben gegenwärtig ist. Die Hitze des ersten Acts derSacramentsstreitigkeiten hatte diesen unbequemen Ausdruck schongemacht, als ihn die steifluttzerischen Prediger zu Bremen seitiZzd aufs neue in einem noch härteren, der gesunden Vernunftwidersprechenden Sinne gegen die Calvinisten anwendeten und diewürtembergischcn Theologen in dem 1549 von Johann Brenz auf-gesetzte» Glaubensbekenntnisse zu einem Hauptpunkte der lutheri-schen Orlhodorie in ihrer Landeskirche erhoben. Da indessen auchdie Calvinisten eine wahre, obwohl nur dem Glauben erkennbareGegenwart des Leibe« Christi im Abendmahle zugestanden, brach-ten die lutherischen Zeloten, um sich ja recht scharf von diesen ver-haßten Gegnern zu unterscheiden, die Hypothese von der wirklichengegenseitigen Mittheilung der Eigenschaften beider Naturen inChristo (ec>niir»ri>ic»tic> iäic>niLtuir>) in ihren Lehrbegrjff undsuchten dadurch zu beweisen, daß der Leib Christi in, mit undunter dem Brote im Abendmahl« allenthalben, ohne Rücksicht aufden Glauben der Communicanten, gegenwärtig seyn müsse. Da-mit jedoch dieser, vielen Mißverständnissen ausgesetzten, Vorstel-lung, die ihren Vertheidigern den Namen Übt pulsten oderUbrquitisten zuzog, die scheinbare Ähnlichkeit mit der katholi-schen Lranssubstantiationslehre nicht mehr vorzuwerfen wäre, er-klärten die Verfasser der belgischen Concor dien formet (s. d.Art.) ausdrücklich, die Ubiquität des Leibes Christi sind« nicht aufeine räumliche und irdische Weise Statt. Dos Interesse für die,ohnehin aus der heil. Schrift keineswegeS unwidersprechlich be-weisbare Ubiquitätslehre, über die sich noch 1610 ein neuer Streitzwischen den ihr eifrig ergebenen tübingischen Theologen und dengemäßigteren gießenschen erhob, haben die folgenden Jahrhunderteauch unter den lutherischen geschwächt, und die unbefangnerenevangelischen Theologen beider Kirchen wurden im rhten Jahrh,darüber einverstanden, daß Christus im heil. Abendmahls denen,die es würdig genießen, allerdings gegenwärtig, die B-stimmungder Art und Weise dieser Gegenwart und der Vereinigung seinesLeibes mit dem Abendmahlsbrote (unio ssciarneiitslis) aber keinGegenstand menschlicher Lehrvorschriften und daher dem Glaubender Individuen zu überlassen sey. L.

Uhr. Viele Erfindungen, welche dem monschlichen Geiste Ehremachen, verdanken wir den mäßigen Mönchen des Mtelalters, diein ihrer Einsamkeit, von allen Nahrungssorgen befreit, die Ne-benstunden, die ihnen die Andach.tsübungen übrig ließen, mit Ver-suchen aller Art, in nützlichen und unnützen Künsten, ^zubrachten.Die« ist auch dcr Fall mit den Uhren, die durch Räder, Pendelund Stahlfedern in Bewegung gqsetzt werden. Die ersten Spuren-enelben finden wir in den Klöstern deS MittelaltevS. Hwar das Wort