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Zenhter Band. To bis Z.]
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r§2 Uhren

Koroloxiuin kommt schon bei einigen Alten vor, und man möchteaus manchen Angaben schließen, daß 4 ,- schon dergleichen Kunstwer-ke, wie unsere Laschen - und Stubenuhren sind, gekannt hatten.Allein gewiß ist, daß die Uhren der Alten theils Sand- 'theils Was-ser-Uhren waren. Die Ictztern brachte namentlich Julius Cäsaraus Britannien. Eine Wasseruhr war es, die Cassivdorus im 6tenJahrhunderte seinen Mönchen empfahl, wenn die Lrübigkeit derTage sie hindere, die Sonnenuhren zu beobachten. Eine Wasser-uhr war es, die der Schwelgen Lrimalchio, beim Pctronius, >nfeinem Speisezimmer stehen hatte, und bei der er einen Trompeteranstellte, der die abgelaufenen Stunden ausrufen mußte. Im Vi-truvius kommt die Nachricht von einem alexandriniscken Künstler,Ktestbius vor, der hundert nnd vierzig Jahr vor unserer Zeitrech-nung mit der Wasseruhr Triebräder verbunden habe. Aber dieNachricht ist zu dunkel und unvollständig, als daß man über dieeigentliche Einrichtung dieses Kunstwerks deutliche Begriffe habenkönnte. In einer alten Chronik wird erzählt, daß Kaiser Carlder Große von dem damaligen Herrscher von Persten im Jaore807 eine Uhr zum Geschenk erhalten, woran Glöckchen angebrachtwaren, und kleine Figuren von Reutern nach Ablauf der Stun-den an fensterähnlichen Löchern hervorkamen und wieder hineing-n-gen. Allein eine genauere Beschreibung dieses Kunstwerks, welchewir in den, dem Eginhard zugeschriebene» fränkischen Annalen, le-sen, gibt ausdrücklich an, daß es eine Wasseruhr gewesen, unddaß nach Ablauf der Stunden kleine Kügclchcn von Metall auf einekleine Glocke herabgefallen, und den Ton hervorgebracht haben.Eben so wenig kann die Uhr, welche Pacisicus, Geistlicher zu Ve-rona, in der Mitte des neunten Jahrhunderts erfunden haben soll,mit Bestimmtheit für ein ähnliches Kunstwerk als unsere Uhrenfind, angesehen werden. Denn die Worte in seiner Grabschriftsind zu undeutlich, als daß man etwas gewisses daraus herleitenkönnte. Auch dem berühmten Gerbert von Auvergne, der nachmalsunter dem Namen Sylvester der zweite Papst war, und im Jahr«rooz starb, hat man die Erfindung unserer Uhren zugeschrieben.Allein der glaubwürdige Zeuge Ditmar von Merseburg sagt nichtsweiter davon, als: Gerbert habe in Magdeburg für den KaiserOtto ein Horologium richtig ausgestellt, indem er durch eine Röhr«den Stern, nach dem sich die Schiffer richten, beobachtet habe. ESkann unmöglich etwas anderes als eine Sonnenuhr gewesen seyn,die Gerbert nach der Polhöhe stellte. Im zwölften Jahrhundertesing man in Klöstern an, Uhrwerke zu gebrauchen, die die Stun-den durch den Scholl einer Glocke, welche durch Räder in Bewe-gung gesetzt wurde, anzeigten. Den» man findet von da an öf-ters den Ausdruck 1 die Uhr hat geschlagen; auch wird desWeisers an der Uhr schon erwähnt. Von einem Wilhelm, Abt vonHirschau, sagt sein Lebensbeschreibev: Er bade ein Horologium er«funden nach dem Muster der himmlischen Sphären. So kurz dies«Angabe ist, so möchte man doch detzwegen glauben, dieser Abc vonHirschau sey der Erfinder der Uhren, weil man find er, daß ,r ei-nen eigenen Menschen angestellt, der dieses fein Kunstwerk in Ord-nung erhalten und stellen mußte. Dieser Abt von Hirschau st.rbzu Ende deS Uten Jahrhunderts. Im isiten Jahrhunderte kommtdie Nachricht von einem Kunstwerke vor, welches Sultan Salsdjndem KaiserLrikdrich II. verehrte. Dhes wurde offenbar durch Ge-'