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Zenhter Band. To bis Z.]
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Uhren ryS

Wichte und Räder in Bewegung gesetzt. Nicht allein zeigte ei dieStunden an, sondern auch den Lauf der Sonne, des Mondes undder Planeten im Thierkreise. Gewiß haben die Sarazenen dieseKunst nicht von den Mönchen der europäischen Klöster gelernt,sondern vielleicht waren sie die eigentlichen Erfinder, und dieKreuzzüge das Mittel, wodurch die Euroväer diese Erfindungkennnen lernten. Zm i4ten Jahrhunderte findet man schon mehrSpuren unserer heutigen Uhrwerke. Dante erwähnt ausdrücklichder Schlaguhren. Richard, Abt von St. Albans in England, ver-fertigte im Jahre IZ26 eine Uhr, dergleichen man bis dahin Nochnicht gesehen hatte. Es war eine astronomische Uhr, die nicht al-lein den Lauf der Sonne und des Mondes, sondern sogar die Ebbeund Fluth anzeigte. Große Thurmuhren kamen auch zuerst imvierzehnten Jahrhunderte auf. Vielleicht ist Jacob Dondi in Pa-dua der erste, der eine solche gebaut; wenigstens ward sein Ge-schlecht »ach ihm Dell'oi-olozio genannt. Auch ein Deutscher,Heinrich de Wyck, ward in demselben Jahrhunderte berühmt durchdie große Lhurmuhr, die er auf Befehl des Königs von Frank-reich, Carls V., baute. Diese Uhr war noch 1737 zu sehen. DieTaschenuhren müssen von weit spaterer Erfindung seyn, ungeachtetman auch sie schon im vierzehnten Jahrhundert hat finden wollen;wenigstens gibt es vor dem Anfange des i7ten Jahrhunderts keinezuverlässigen Spuren davon. Die Pendel wurden von dem Sohnedes großen Galilei zuerst 1649 bei einer Stubenuhr angebracht.Huygens scheint der Erfinder der Unruhe in den Taschenuhren zuseyn. Diese Erfindung fallt ins Jahr 1676. Um die Reibungenzu vermeiden, erfand ein Genfer, Facio, die Kunst, in Rubinenund Diamanten Löcher für die Stifte zu bohren, um dergestaltdie Taschenuhren noch sicherer gehen zu lassen. So entstand dieErfindung der Zeitmesser oder Chronometer, worin die EngländereS zu außerordentlicher Vollkommenheit gebracht haben. Auch sindsie schon früher die Erfinder der Repetiruhren gewesen. Eingewisser Barlow machte im Jahre 1676 eine solche Uhr fürKönig Carl II. Ein Engländer, Graham, war im Jahre1715 der Erfinder der Compensiv - Pendel. Dies sind breite Pen-del aus abwechselnd verschiedenen Metallen zusammengesetzt, damitdie Kälte und Hitze nicht nachtheilig auf die Schwingungen derPendel wirken können. Nämlich wenn die Hitze das eine Metallverlängert, und also die Schwingungen verändert, so wird die?durch das andere Metall verhindert, auf welches die Hitze nichtdiese Wirkung äußert. Diese Erfindung ward von Harrison da-durch vrrvollkommnet, daß er seinen Pendel aus neun runde»Stäben zusammensetzte, unter denen 5 stählerne und 4 kupfernewaren. Mit diesen Pendeln sind noch jetzt die astronomischen Wand»Uhren versehen, und man kann sich ganz auf die Gleichmäßigkeitihrer Schwingungen verlassen. — Im Ganzen muß man bei denPendeluhren bemerken, daß der Pendel mit dem sogenannten eng-lischen Haken eine gemeinschaftliche Welle haben muß. wodurch vierHaupträder in gleichförmiger Bewegung erhalten werden. Näm-lich das Bodenrad, welches sich in 12 oder 24 Stunden, das Mi«nutenrad, welches sich in einer Stunde, das Mittelrad, das sich insieben und einer halben Minute, und das Steiqrad, welches sichin einer Minute herumdreht. In einer Taschenuhr dagegen kommtöle Hauptkraft von der elastischen Stahlfeder, die sich in ihremLen». k«r- 4 k« «uff. x. iz