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Zenhter Band. To bis Z.]
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lyq. Ukase Memä

eigenen Hanse um einen Stift windet. An dieser Feder ist eineKette befestigt, die sie mit der Kegelschneckc vereinigt, und an die-ser treibt das Schneckenrad gewöhnlich mit acht und vierzig Zäh-nen um. Damit aber die Bewegung dieses und der übrigen Rä-der gleichförmig sey, hat man eine Spindel amt Lappen angebracht,die stets in die Zahne des Steigrades eingreifen. Auf der Spitzeder Spindel steht die sogenannte Unruhe, eine dünne metalleneScheibe mit drei Kreuzschenkeln, die, weil sie durchgehends gleichschwer find, auch immer gleiche Schwingungen machen. Unter derUnruhe bringt man noch, um den gleichmäßigen Gang zu erhalten,eine haarfeine Spiralfeder an, die sich um die Spindel windet unddie Bewegungen der Unruhe regelt. Diese Spiralfeder wird durchden sogenannten Rücker verkürzt oder verlängert, um die Uhrschneller oder langsamer gehen zu lassen.

Ukase heißt in Rußland jede Verordnung oder Man-dat, das der Kaiser, oder der Senat im Namen des Kaisers, er-läßt. In frühern Zeiten singen sich diese Verordnungen- mit denWorten an: der Czar hat befohlen und die Bojaren haben ge-sprochen (a<i locuri sunt); aberPcter I. befahl 1701 diese Worte,als der höchsten Gewalt zuwider, wegzulassen, und bloß zu sagen,der Czar hat befohlen.

Ulanen (Nhlanen), eine Gattung leichter Reiterei, die zuerstin Polen gewöhnlich war, und eigentlich von den Königen zum be-sondern Dienste, z. B. zum Escortiren, gehalten, nachher aber auchim Kriege gebraucht wurde. Sie waren tatarischen Ursprungs,und wurden für sehr treue und zuverlässige Leute gehalten. IhreWaffen waren Karabiner, Pistolen, Säbel und vorzüglrch die Lanze.Die oben an der Lanze befestigte kleine farbige Fahne dientezum Unterschiede der Regimenter oder -Pulks, wie man sie nannte.Diese-Lanze ist die Hauptmasse der Ulanen, die, wenn sie geschickt geführtwird, allerdings von großer Wirkung ist. In der Folge wurdediese Gattung Reiterei bei der österreichischen, und im siebenjähri-gen Kriege auch bei der preußischen Armee eingeführt. In denneuesten Zeiten hat man bei den meisten Armeen Ulanen-Regimen-ter errichtet.

Ulem-c heißt bei den Türken die Classe der Rechtsgelehrten,welche auch zugleich als Geistliche betrachtet werden, weil dasRecht»der bürgerliche Gesetz der Türken eben sowohl, als ihre Religion,von dem Propheten Mohammed herkommt. Der Koran macht beiden Türken, eben so wie die Bücher Mosis bei den Juden, denbürgerlichen Gesetzcodex aus, und alle spätern gesetzlichen Vorschrif-ten gründen sich auf denselben. Das Oberhaupt dieser Classe istder Mufti; er ist der oberste Richter und Ausleger der Gesetze ingeistlichen und weltlichen Angelegenheiten. Seine Entscheidung,die er jederzeit schriftlich gibt, ist kurz, wird der ebenfalls schrift-lich aufgesetzten streitigen Frage beigefügt, besteht oft in einem blo-ßen Ja oder Nein, und heißt dann Jetfa; jedesmal wird aber derZusatz beigefügt: Gott weiß es besser. Der tückische Sultan warehemals verbunden, in alle» wichtigen Staatsangelegenheiten denMufti und die Ulema's um ihr Gutachten zu befragen; diese Classebenutzte dies, um sich Ansehn zu verschaffen, und bildete oft eineOppositionspartei gegen die Regierung. Allein diese letzt» hat inneuern Zeiten gewußt, die Entscheidung der Ulema's nach ihrenAbsichten zu lenken, hat auch wohl nicht selten im entgegcngcfttz-'