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Ulm

gen zurück, die er zum Besten seines Vaterlandes in Anwendungbrachte. Die großen Canäle und Bassins von Ferrol und Cartha»gena wurden durch ihn vollendet, und die berühmten Quecksilber-minen von Almada und Guancavelliea in Peru bekamen durchihn neues Leben. Er ging 175g zum zweitenmal nach Amerika,und würde, als er zurückkam, 1767 zum Generaldirector der spa-nischen Marine ernannt. Er starb in einem hohen Alter den gtenJul. 1795' auf, seinem Landsitze unweit Cadix. Ulloa gehöre zuden berühmtesten und verdienstvollsten Männern, die sein Vater-land im vorigen Jahrhunderte auszuweisen harte. Er war uner-müdct mit der Verbesserung der Manufakturen und der Ausbrei-tung der Künste und Wissenschaften in seinem Vaterlands beschäf-tigt. Von seinen gelehrten Kenntnissen und seinem BeobachtungS-geist zeugen folgende seiner Werke; Uc-Iacion Iilsrorica ckel Vioxs» 1 a Kmeiica meiiclion.,!, iZl.istr. 1748. (Ins Englische und Fran-zösische übersetzt, und deutsch im IX. Bde. der allg'rm. Historie derReisen), hisotioias anieiioanas sodie 1 a Knieiica inerichional ^1 a sejitenllriousl orienlal, Maclr. 1772 (Deutsch von I. Ä. Dieze.Lcipz. 178t, 2 Bde. 8-)> — Don Bernard 0 di,Ull 0 aist einVerwandter des Vorigen, und Verfasser eines wichtigen Werkesüber den Handel und das Fabrikwesen Spaniens. — Don Luisbe Ulloa y Pereira, ein berühmter spanischer Dichter besätenJahrhunderts. Seine Sonetten werde» von den Spaniern ammeisten geschätzt. S. Velazquez Gesch. d. span. Dichtkunst, übcrs.». Dieze.

Ulm, eine Stadt an der Donau/welche hier die Flüsse Jlerund Blau aufnimmt, war bis zum Jahr igoz eine freie Reichs-stadt des schwäbischen Kreises, die ein sehr ansehnliches Gebiet von15 Quadratmeilen mit Z8,ooc> Einwohnern besaß. Durch den De-putations - Receß vom Jahr 180z wurde sie, mit andern Reichs-städten, an Pfalz-Bayern überlassen. Zufolge einer, am 24stenApril 1810 zwischen Bayern und Würtembera, abgeschlossenen Con-vention wurde die Stadt von Bayern an Würtemberg abgetreten.Ulm ist nun die Hauptstadt der würtembergischen Landvogtei ander Donau, und hat in 1600 Häusern 14,200 Einwohner. IhreLage an der hier schiffbaren und 100 Schritte breiten Donau machtsie zu einem nicht unbedeutende» Handelsplatz?, besonders, in Spe-ditionsgeschäften von einem Theile Deutschlands nach Österreichund Ungarn. Es wird hier viel Barchent und die unter dem Na-men der schwäbische» bekannte Leinwand fabrieirt; auch sind hier nochverschiedne andre Fabriken vorhanden. Um die Stadt herum wirdviel Hopfen gebaut. Die Stadt hat ein berühmtes Gymnasiumund eine schon seit langer Zeit bestehende Erziehungsanstalt (Samm-lungsstift) für junge Frauenzimmer. Unter mehrern ansehnlichenöffentlichen Gebäuden ist die Hauptkirche, der Münster, ein altesgothisches Gebäude, die höchste und größte Kirche in Deutschland,das merkwürdigste. Die Lage und Befestigung dieser Stadt mach-ten ihren Besitz ehemals wichtig. In der neuern Kriegsgeschichteist Ulm dadurch merkwürdig geworden, daß ein Theil der am i-ftcnund izten October 1805 bei Elchingen und Langcnau von denFranzosen geschlagnen österreichischen Armee unter dem GeneralMack sich in die Stadt warf, aber auch schon am I7ten Octobermit den Franzosen capituliren, und sich, «0,000 Mann stark, kriegs-gefangen übergeben mußte.