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2vo , Ultimatum Ulysses

mit dem Könige und der von ihm gegebenen Eonstitutkon t 61 inrr«)hielten, widersetzten, die Aufhebung der Constitution, die Einfüh-rung einer willkürlichen Herrschaft, überhaupt die völlige Wieder-herstellung der alten Verfassung in Frankreich mit Ungestüm ver-langten, und besonders hie von dem Könige erklärte Amnestie ver-warfen. Sie fanden selbst am Hofe, bei den königlichen Prinzen,Unterstützung, und wurden dadurch immer kühner. Ihre Überzahlin der Kammer der Deputirten machte die Sitzungen der letzter»oft sehr stürmisch, und bewirkte, daß die Minister nicht selten in ,der Minorität waren. Man nannte in der Folge die Mitgliederdieser Partei bloß die Ultra's, auch weiße Jakobiner, zumUnterschiede von jenen, welche in den ersten Zeiten der Revolutiondurch ihre rothen Mützen sich kenntlich machten. Nachdem Lud-wig XVIII., um ein neues Unglück, welches dieser Parteigeist zudrohen schien, abzuwenden, die Sitzungen beider Kammern uner-wartet am Lysten April 1316 bis zum isten Oktober vertagt hatte,und aus gleicher Ursache am Zten September igi6 die Kammerder Deputirten ganz auflöste, und neue Volksreprafentanten zu-sammenrief, wurden unter dem Einflüsse der Minister neue undgemäßigter denkende Männer zu Deputirten gewählt. Seitdemscheint dieser Streit wenigstens zu ruhen, und die Ultra's habensich nur noch, wiewohl bis jetzt vergebens, bemüht, ihre Grund-sätze durch Pamphlets verschicdner Art weiter zu verbreiten.

Ultimatum kommt zwar aus dem Lateinischen, vonultimus, her, ist aber kein eigentlich lateinisches, sondern ein jneueres, in der diplomatischen Sprache gebräuchliches Wort. Manversteht darunter die letzten Bedingungen, die man bei einem zu >schließenden Traktate oder bei irgend einer andern Verhandlungmacht, und bei denen man unwiderruflich fest stehen zu bleiben er-klärt.

Ulysses (griechisch Oä^sssus), war ein Sohn des Lasrtes,«nd König über die kleinen Inseln Jthaka und Dulichium, diejetzt zu der Republik der ionischen Inseln gehören, und an derKüste Albaniens liegen. Er gehört unter die merkwürdigen Män-ner des Alterthums, aber seine Geschichte ist mit vielen Fabelnvermischt worden. Seine Gemahlin war Pcnelope, einzige Tochterdes Jkariön. Ihre Freier mußten um sie einen Wettlauf halten,in welchem Ulysses den Preis davon trug. Als die griechischen Für-sten den Krieg gegen Troja beschlossen hatten, wollte er keinenTheil daran nehmen, weil ihm geweiffagt worden war, daß er erstnach zwanzig Jahren zurückkehren würde. Er stellte sich daherwahnsinnig; allein Palamedes entdeckte die Verstellung, und Ulys-ses war nun genöthigt, mit zu ziehen. Er kam mit zwölf Schiffenvor Troja an. Während der Belagerung zeichnete er sich durchKühnheit und List, so wie durch sein großes Rednertalent aus. Erhalf das Palladium aus Troja entwenden, und war mit unter de-nen, die sich in das bekannte hölzerne Pferd verbargen, welchesdie Trojaner in die Stadt zogen, und wodurch nachher die Erobe-rung Troja's bewirkt wurde (s. d. Art. Troja). Nachdem dieseStatt eingenommen und verbrannt worden war, mußte Ulyssesdurch ein besonderes Schicksal zehn Jahre lang an verschiedenenKüsten herumirren. Er kam an die Küste der Cyklopen, wo Po-lyphem sechs seiner Gefährten fraß. Er selbst würde ein gleichesSchicksal gehabt haben, wenn er nicht den Cyklopen berauscht, und