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Umriß

Ungarn

worin ebenfalls alles von Golde starrt und die höchste Gottheit derBirmanen, der Gaudma (der Buddha derSingalesenj/veredrt wird.Beide Gebäude gehören zu den ausgezeichnetsten Gegenständen derorientalischen Architektur.

Umriß (Eoniour), nennt man in den zeichnenden Kün-sten die äußersten Linien, wodurch man die Schranken — mithindie Form irgend eines Körpers andeutet. Daher man auch Bil-der, wo bloß die Figur der Körper, ohne Erhabenheit oder Tiefe,hervorbringenden Schatten und Lichter, Und ohne belebende FarbenConto» ren oder Zeichnungen in Umrissen nennt. SolcheBilder können daher nur von Anordnung und richtiger Zeichnungzeugen; da dies aber die Elemente der Mahlerei sind, so habensie für den Kunstkenner großen Werth. Man hat daher in unsererZeit mit Recht angefangen, Bedeutung auf solche Contouren zulegen, und die vorzüglichsten Bilder auch auf diese Weise in Ku-pfer gestochen. Contouren von Bildern aber, deren Vorzüge etwain künstlicher Beleuchtung, blühender Farbengebung u. dgl. beru-hen, können natürlich von keinem sonderlichen Werthe seyn. — InGemählden selbst können die Umrisse entweder scharf prononcirt,oder die Übergänge mehr verwaschen seyn. Dieses gilt als einesder unterscheidenden Merkmale der altdeutschen und der ita-lienischen Schule. Jene liebte scharfe Linien und scharfes Ne-beneinanderstellen der Farben; diese, in Folge treuer Naturbeob-achtung, die Stellen, wo ein Körper über dem andern hervor-geht, mit dunklen Schatten anzudeuten; denn nirgends hören dieKörper mit Linien auf.

Uncialbuchstaben, Buchstaben, die eine» Zoll breit sind,wie man sie bei Inschriften, auf Monumenten und sonst zu ma-chen pflegt, damit sie auch in der Entfernung in die Augen fallen,von dem lateinischen Worte uncia, welches nicht bloß ein Gewicht,sondern bei den alten Geomerern auch ein Maß, nämlich denzwölften Theil eines Bauschuhes, oder einen Zoll, bedeutete.

Unehelich, uneheliche Kinder sind solche, die außerder Ehe erzeugt worden, deren Geburt also nicht durch die Gesetzeder Kirche und des Staates geheiligt ist. (S. d. Art. ..Ehe.) —Die Gesetze machen mehrere Unterschiede, je nachdem die Ältern miteinander verwandt, verlobt, oder sonst verheirathet, oder die Matt-ier unehrbaren Standes gewesen. Der einer solchen Geburt an-klebende Makel wir» durch die Legitimation (d. i. die Aufhe-bung des Standes ungesehmäßiger Geburt) abgewaschen. DieseLegitimation erfolgt, wenn die Ältern nach der Geburt des Kindesnoch eine Ehe mit einander eingehen, oder durch ausdrücklicheVerordnung des Fürsten, oder durch ein richterliches Urtheil, näm-lich bei Kindern, deren Ältern schon verlobt waren,

Ungarn, Magyar Orszag, das Land der Magyaren,machte in den ältern Zeiten der Geschichte einen Theil des weitenPattnonicns aus. Seine großen Ebenen wurden im Mittelalter»ach und nach von verschiedenen Wölkerhordcn durchzogen, von wel-chen bloß die Avaren bleibende Wohnsitze stifteten. Carl der Großebesiegte sie, und zwaüg ihnen das Christenthum auf, aber kaumhatte dies Wurzel gefaßt, als eine zahlreiche Horde Kalmyken,hie sich Magyar?» nannten und am Fuße des Urals zu Hause ge-hörten, ihre Wohnsitze verließ und durch die Ukräne und Polengegen die Karpathen "zog, die sie 8SY überstieg und vereinigt mit

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