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und das Reich hätte sich nun erholen kennen, wenn der unvermu-thete Einfall der Mongolen unter Khan Batu 1241 nichtallcs zerrüttetund das Land auf das äußerste verwüstet hätte. Doch ersetztenden ungeheuren Menschenverlust bald deutsche und italienische Ko-lonisten, denen nach dieser Periode Ungarn die Entstehung mehre-rer Städte und die Zunahme des Bergbaus verdankt. Mit An-dreas H. starb 1301 der Mannsstamm der Arpadcr aus. Auf ihnfolgten nun auf Ungarns Throne mehrere Königs aus verschiede-nen Häusern, unter welchen Ludwig der Große von 1342 bis iZ8r«inen vorzüglichen Rang einnimmt. Dieser größte aller Könige Un-garns besaß zugleich die polnische Krone, erwarb seinem ungari-schen Reiche Rothreussen, die Moldau, Wallachei, Bulgarien,Bosnien und Dalmatien, und zeichnete seine Regierung durch dieweisesten Einrichtungen aus; unter ihm rückten Kultur und Ver-fassung des Landes um mehr als ein Paar Menfchenalter vorwärts.Allein nach seinem Tode brachen über die Thronfolge neue Unruhenhervor, und unter Siegmund, der endlich König blieb, war dasReich nicht glücklich, und verlor die meisten seiner Ausländer, selbstRothreußen, die zipser Städte und Dalmatien. Zu dieser Zeit be-kam aüch das Reich seinen gefährlichsten Feind, die Osmanen, die sich vonjetzt an in alle seine Händel mischten. Zwar widerstand ihnen unterWladislav und Ladislav der tapfere Johann Huniad mit Glück,und wurde der Retter seines Vaterlandes; zwar erhielt es in Jo-hanns Sohne Mathias 1453 einen Monarchen, wie es nach Lud-wig dem Große» keinen gekannt hatte, einen Mann von seltenerGeistesgröße, unter dem das große Magyarenrelch sich fast ganzredintegrirte, aber nach seinem Tode erhoben sich von neuemdie unglücklichen Erbfolgestreitigkeiten, und Ungarn verlor in we-nigen Jahren alles, was ihm Mathias wieder gewonnen hatte.Unter Mathias Nachfolger Wladislav von Böhmen, der 14Y0 denThron bestieg, wurde Wien und alles, was Mathias in Österreich,Steyer und Krain erobert hatte, abgetreten; Schlesien, Mährenund die Lausitz lösten sich allmählig ab, viele Städte in Dalmatienergaben sich den Venetianern, der Woiwode von der Moldau suchtepolnischen Schutz, und noch mehr. — Die Aügellosigkeit imReiche,der Kampf des Klerus mit dem Adel, der Magnaten mit den ge-ringern Edelleuten nahm dergestalt überhand, als ob kein Königda sey. An der Spitze des niedern Adels stand Johann Zapolya,an der der Magnaten Stephan von Bathori; der Ehrgeiz beider Par-teianführer stürzte das Reich in namenloses Unglück, und gab denOsmanen Gelegenheit, dasselbe mit Glück anzugreifen. Suleimanentriß Wladislavs unmündigem Nachfolger Ludwig II. 1521 Sa-bacz, Belgrad und ganz Servie»; der mündig gewordene König,der ihnen späterhin entgegen ging, wurde 1516 mit seinem Heerebei Mohacz niedergemetzelt, und die Osmanen überschwemmten Un-garn bis nach Raab hinauf. Nun wurde Johann Zapolya zum Kö-nige gewählt, aber Stephan Bathori rief Ferdinand l. von Öster-reich auf den Thron, den dieser auch gegen Zapolya behauptete,aber einen großen Theil von Ungarn in den Händen der Osmanenlassen mußte, die selbst Ofen beseht hatten. Ferdinand war dererste Habsburger, welcher Ungarn auf immer (denn schon früher-hkn hatte es zwei Habsburger zu Herrschern gehabt) mit Öster-reich verband; er und seine Nachfolger bis auf Leopold I. führtenden Krieg mit den Ösmanen meistens unglücklich, welche den