Band 
Zenhter Band. To bis Z.]
Seite
238
JPEG-Download
 

sgS Uri

zugehkre» «nd de» Willen seine» himmlischen Vaters zu thu».Nirgend haben sich zugleich so viele und so schöne Züge heroischerLugend, muthtger Verachtung des Todes und aller Güter undFreuden, aller Kränkungen und Feindseligkeiten der Weit, auf-opfernder Bruderliebe und Wohlthätigkeit, schonender Sanitmuth«nd fester Bereinigung gegen Gefahren, zuversichtlichen Glaubens»nd unerschütterlicher Treue gegen die erkannte Wahrheit (vergl.t. Art. Märtyrer) hervorgethan, als bei den ersten Christen, gera-de unter den härteste» Drangsalen, mit denen sie wegen ihrer Re-ligion zu kämpfen hatten. Noch mehr als der Ruf von Wunder-werken und neuen Lehren war es dieser innere sittliche Werth«nd fromme Heldensinn, was ihnm bei aller scheinbaren Niedrig-keit (sie gehörten meist den untern Bolksclaffen an) und wirkli-chen Armseliakeit ihres Zustandes doch so zahlreichen Zuwachs neuerGlieder aus gutgesinnten Luden und aufgeklärten Heiden ver-schaffte. Freilich hatte auf diese erhabne Gesinnung und tiefe Re-ligiosität nächst dem reinen Geiste des Evangeliums selbst, dieunter den ersten Christen gangbare, durch ihre Lehrer, besondersdurch die Offenbarung Johannis (s. d. Art. Apokalypse) genährtezuversichtliche Aussicht auf eine nahe, zugleich schrecklich majestäti-sche und tzochersreuliche Wiederkunft Jesu zur Aufrichtung seinesReiche- überwiegenden Einfluß. Der hauptsächlich durch KiestDarstellung angefachte Enthusiasmus erhielt sich über die Periodedes ersten Jahrhunderts der christlichen Kirche, auf welche der Be-griff und die hier angegebenen Merkmale des Urchristentums ei-gentlich nur paffen, hinaus, aber er verlor später viel von sein«Lauterkeit und Fruchtbarkeit; und die folgenden Jahrhunderte be-ten auf diese Penode, als auf ein goldenes Zeitalter ursprünglicherEchtheit und Blüthe des Christenthums, oft mit Beschämung überdas Verderben der anwachsenden Kirche zurückgeblickt; die meistender Secten, die sich der römischen Hierarchie entgegensetzten, gingendarauf aus, in ihren bedrängten Gemeinden jene apostolischeEinfalt der Lehre, Verfassung und Sitte wiederherzustellen.In einem historisch erweislichen Zusammenhange hat sich die Ideedieser Erneuerung des Urchristentums von den Waldensern bisnuf die evangelische Brüdergemeinde (s. b. Art.) fortgepflanzt unddie Einrichtungen begründet, die noch jetzt als Nachbilder der erste»Liebe und Frömmigkeit bewundert werden. Doch wird sich jenerGeist der ersten Christen immer nur da erneuern, wo man dasChristenthum nicht, wie wir, die wir in der Kindheit getauft undvon Christen erzogen, gar kein Verdienst bei unsrer Anschließunzütk die Sache Jesu haben, bloß als eine Gabe des Glücks un»Surrst Gewöhnung empfängt, sondern eben wie die ersten Christe»als eick ganz neues, sonst nie empfundenes und schwer zu behaup-tendes aus eigner Bewegüng ergreift und gegen eine Weltvoll Hindernisse zu vertheidigen hat. L.

Uri, euner der drei kleinen Waldcantone, der classische Bo-den HelveticnS, die Heimath Wi-helm Teils und das Land, wonoch alles an die ersten Hochthaten der Eidgenossen erinnert. Erschloß tZo8 mit Schwyz Und Unterwalden den zehnjährigen Bund,der iZifl in den ewigen verwandelt wurde, und hat seitdem liniermancherlei Stürme« seine rein demokratische Verfassung zu behaup-ten gewußt. Zwei große Thäler, Reuß und Urseren, beide vontzimmi!hchm Alpen, worunter der Ealenstock yyzo, der Spitz»