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24« Urproduktion

wohnheit scheint noch aus den Zeiten des FaustrcchtS, -und der da»Mals so sehr üblichen Sclbstrache herzurühren.

Ur Produktion,, in der Staatswirthschaft, ist derjenige Zweigder Werthschaffung,, weicher dem Urstoffs Güter entlockt unddieselben in ihrer ersten Gestalt dem Genusse darbietet, Urftoffaber ist die ganze Natur, welche Genußmittel zu liefern fähig ist,also t. die Erdfläche, 2. daS Wasser, g. die freien Landthiere und4. der Schooß der Erde. Mit der ersten beschäftigt sich dieLau-wirthschaft (Feldbau, Viehzucht, Gartenbau, Forstwirth-schaft), mit dem zweiten die Fischerei, mit den dritten dieJagd und mit dem vierten der Bergbau. Unter diesen ver-schiedenen Zweigen der Urproduktion steht die Landwirthschast obenan, denn hier galtet sich die Kraft des Menschen unmittelbar mitdem Segen der Natur, hier verbindet sich. sein Fleiß unmittelbarmit der Wirksamkeit der Elemente; daher wird auch häufig un-ter Urproduktion im engern Sinne die Landwirthschast allein ver-standen. Dieser Gattung der Produktion gebührt schon darum derWv-rzug vor allen übrigen, weil sie es ist, welche der industriel-len Producrion erst.- den Stoff zu Bearbeitung liefert und demHandel die ergiebigste Quelle der Thätigkeit öffnet. Nur da, woUrproducte in gehöriger Menge hervorgebracht werden, könnendauernde, gegen Unfälle gesicherte, von fremder Produktion unabhän-gige Fabriken und Manufakturen entstehen und blühen, und diesesind es wieder, welche die Urproduktion durch einen erhöhten Ab-satz beleben, während sie die NatisnMglieder, deren der Ackerbauzu entbehren vermag, nützlich beschäftigen. Die Urproduktionist daher die Basis, welche dem Kunstfleiße, wo nicht nothwendigunterliegt, und nicht überall unterliegen kann, doch am sichersten zurGrundlage dient und eben darum ganz vorzüglich vom Staate be-fördert zu werden verdient. Dennoch steht man gewöhnlich dieRegierungen den entgegengesetzten Weg einschlagen, Fabrikweseuerkünsteln, städtisches Gewerbe auf Kosten des Landbaus begünsti-gen , Blut in Strömen für den Gewinn des Handels vergießen,und so Wirkung zur Ursache wähnend, diejenigen Glieder zuerstergreifen, mit denen die Kette des Nationalgewerbs am natür-lichsten endet. Auf dreifache Weise kann von oben herab die Er-höhung der Urproduktion befördert werden, nämlich; r. durchVermehrung des Urstoffs. Streng genommen kann zwarder Urstoff nicht vermehrt werden, denn der Erdball ist weder z»vergrößern noch zu vermindern; aber.große Landstrccken werdender Produktion entzogen durch Seen und Gewässer, durch nutzlosePflanzen, welche den Boden bedecken; die Befreiung der produkti-ven Erdfläche von diesen Hindernissen, dgs Austrocknen der Seenlind Moore, die Ausrottung von Wäldern, die Vertheilung schlechtbenutzter Gemeinheiten kann man daher mit Recht Gewinnungneuen Urstoffs nennen. 2. Durch Verbesserung des UrstoffsMittelst Benutzung und Anwendung der in der Landwirthschast ge-machten neuen Entdeckungen und Erfahrungen, mittelst Entfeß-iüng des Ackerbaus von den zahllosen, ihn niederdrückenden, Lasten,den Überbleibseln eines rohen Zeitalters, z. Durch Erleichte-rung des Absatzes der Urproducte, mittelst Entfernungaller demselben in Weg« stehenden Hindernisse. In der Staats-wirthschafk werdest die Mittel gelehrt, welche ,von Seiten, der Be^Haltung«-Behördcst anzuwenden sind, um den Utstoff M höchste