Ursache Ursultnerinnen 241
mögliche« Production zu bringen und alle dazu erfvdkrliche werth»schaffende Kraft in Bewegung und Thätigkeit zu setzen, mit denFortschritten jener Wissenschaft und ihrer größern Verbreitung «n»ker allen Ständen der bürgerlichen Gesellschaft, und namentlich un-ter den öffentlichen Beamten, welche das Staatsruder lenken, stehtdaher die Vervollkommnung und Erweiterung dieses Hauptzweig»der Werthschaffung in qenauester und unmittelbarster Verbindung.(S. Staatswirthschaft). k.
Ursach e, eine frühere Sache, welche macht, daß eine andereihr gemäß geschieht, und so geschieht, wie sie geschieht; Grund,Quelle. Krankheit ist Ursache des Todes, u. s. w. Die.zweiteSache ist Folge, Wirkung. DerBegriff der Ursache ist ein Stamm-begriff des reinen Verstandes, nämlich derjenige, ohne welchenwir nicht hypothetisch, ja auch nicht assertorisch urtheilen könne».Wenn wir unter der Ursache die Bedingung von dem, was ge«schieht, verstehen, so muß alles, wovon die Erfahrung lehrt, daßes geschieht, eine Ursache haben. Leucipp soll zuerst mit demgroßen Satz! nichts ohne Ursache und Grund, aufgetreten seyn.Plato aber stellte den großen Grundsatz: was geschieht, muß eineUrsache haben, dessen sich die Vorgänger unerkannt bedienten, war-scheinlich zuerst als einen unumstößlichen deutlich auf.
Ursprache. Wenn man die Sprache überhaupt als ein«menschlich« Erfindung, d. h. als ein allmählig, nach Maß-gabe des Bedürfnisses und der Cultur, entstandenes Erzeugniß de»menschlichen Geistes utid der menschlichen Sprachwerhzeüge betrach-tet, so kann die erste Sprache nur aus wenigen, sehr einfachenund sehr unvollkommen articulirten Tönen bestanden haben. Willman nun dies die Ursprache des menschlichen Geschlechts nennen,so versteht es sich von selbst, daß keine von den uns bekannten,todten oder lebenden, Sprachen jene ursprüngliche Sprache sey»könne. Denn alle diese Sprachen sind schon viel zu reich und ge-bildet, so unvollkommen sie auch übrigens seyn mögen. Wie dieMenschen mehr und besser sprechen lernten, so verlor sich auch jene ersterohe Sprache, die wir jetzt, wenn wir sie irgendwo vernähmen,kaum für eine Sprache anerkennen würden. Wenn man aber dieSprache für ein göttliches Geschenk, d. h. für einen, den er-sten Menschen gleich angeschossenen oder von Gott als Lehrmeistermitgetheilten Inbegriff von Worten und Wortformcn hält, sohätten freilich die erste» Menschen bereits eine fertige, wenn auchnoch nicht sehr reiche und gebildete, Sprache geredet. Da aberdie Annahme einer solchen Ursprache auf ganz willkürlichen, so-wohl unphilosophischen als ««historischen, Voraussetzungen beruht,so ist es.auch ganz thöricht, zu fragen, welches diese Ursprache ge-wesen. Altere Theologen hielten dre hebräische dafür, weil düsalte Testament Gott in dieser Sprache reden läßt. Wie unge-rennt dies Argument sey, bedarf keines Beweises.
Ursulinerinnen sind Nonnen derh. Ur sula, die von der h.Angela zu „Brcscia 1537 zuerst ohne Clausur als eine Schwester-schaft zur Übung der christlichen Liebe gestiftet wurden und späterzu 12 Kongregationen anwuchsen, wovon die meisten seit lüisfeierliche Gelübde thun und in Klöstern zusammenleben, einige inItalien jedoch bei der ersten Stiftung mit dem einfachen Gelübdeder Keuschheit blieben. Dieser Orden folgt der Regelndes h. Au-gustmus, strht unter den Bischöfe» und beschäftigt sich ledigliche»n». iex. 4« Aug. l6