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Zenhter Band. To bis Z.]
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falle aufgenommen. Doch zog es ihm einige Streitigkeiten zu.Uz glaubte nämlich, Bodmers Noachide, die damals so eben er-schienen war und viel Aufsehen machte, werde bei weitem über-schätzt. Von dieser Meinung geleitet, griff er Bodmern an einigenStellen in seinem Siege des Liebesgottes an, worauf Bodmer inden freimüthigen Nachrichten sehr harte Urtheile überUzens Poesien fällte. Hieraus entstand eine literarische Fehde,die einige Zeit mit ziemlicher Heftigkeit fortgeführt wurde, und1754 durch seine Epistel an den Hofrath Christ, in welcher erdie unglücklichen Nachahmer der englischen Dichter verspottet, neueNahrung erhielt. Ja in diesen Streit mischte sich sogar der da-mals noch junge Wieland , der mit aller Wärme seines Herzens seineschweizerischen Ästhetiker fast eben so sehr wie seine Religion liebte,und deßhalb Uzens Anfälle auf diese mit Heftigkeit bekämpfte. In-dessen nahmen alle diese seine Gegner in der Folge ihre Beschul-digungen, besonders diejenige, daß seine Gedichte unsittlich wären,mit Bereitwilligkeit zurück und söhnten sich sämmtlich mit ihmaus. Im Jahre 1755 erschien nun seine Lheodicee, ein Werk,welches unter allen seinen Gedichten den meisten poetischen Werthhat. Hierauf ließ er 1760 sein Lehrgedicht, die Kunst, stetsfröhlich zu seyn, folgen, welchem damals ein vorzüglicherWerth unttr den Erzeugnissen in diesem Fache zugestanden wurde?auch vermehrte er seine bereits 1755 herausgekommenen Oden undLieder mit einem dritten und vierten Bande. Bisher hatte Uzohne bedeutende öffentliche Geschäfte gelebt, und seine Zeit derDichtkunst gewidmet; im I. 1764 ward er zum Assessor des kai-serlichen Landgerichts ernannt, worauf er sich ganz den Obliegen-heiten seines neuen Amtes widmete und gänzlich von derDichtkunst Abschied nahm. Nachdem er noch eine vollständigeSammlung seiner Gedichte, denen das fünfte und sechsreBuch seiner Oden und Lieder beigefügt wurde, für den Druck vor-bereitet hatte, und diese 1763 von Weiße in einer so splendidenAusgabe, als es bis dahin noch keinem deutschen Dichter wiederfah-ren, herausgegeben worden war, entsagte er nun völlig allenpoetischen Arbeiten feierlichst, und widmete sich bloß den Geschäftenseines neuen Amtes. Die so eben genannte Ausgabe der Samm-lung seiner Gedichte ward trotz der häufigen Nachdrücke,welche von derselben erschienen, 1772 abermals ausgelegt. Später-hin verband er sich mit seinen Freunden Junkheim und Hirsch zueiner prosaischen Übersetzung der gesammten Werkedes Horaz, welche 177z erschien, und in ihrer Art als gelungengenannt werden kann. ' Noch arbeitete er 1731 auf Verlangen sei-nes Fürsten mit Junkheim das neue anspachische Gesangbuch aus,das durch seine Mitwirkung einen allgemein anerkannten Wertherhielt. Im I. 1771 ward der Wirkungskreis seines Amts ver-größert, indem man ibn zum Mitgliede des neu eingesetztenScholarchats einsetzte, dessen Geschäfte er ebenfalls mit der Treueeines ehrlichen Mannes und im Geiste seines gemäßigten Charak-ters zu versehen strebte. Übrigens erfuhr Uz in seinem Privatle-ben das nämliche Schicksal, welches allen den ausgezeichnetes Mämnern zu Theil zu werden pflegt, die in ihrer Vaterstadt leben:während das Ausland mit Achtung und oft sogar mit Verehrungvon ihren Talenten spricht, werden sie von ihren Mitbürgern ganzunbeachtet gelassen. Dies war auch der Fall mit unserm Uz. Tanz