2 So Valuta Dampyre«
stenmalr die für unüberwindlich geachteten Preuße» aufgehalten-und sein Muth ward dadurch unendlich erhöht, während dessen derim preußischen Lager eingeriffene Mangel, und in dessen Gefolgeansteckende Krankheiten wütheten, weiches denn bald (gasten Sept.)den schrecklichen Rückzug veranlaßte, dessen Beschreibung außer demBereich dieser Darstellung liegt. — Won den Franzosen waren andiesem Tage das Corps von Kellermann, die Avantgarde unterStengel und das Detachement des Generals Chazot im Feuer gewe-sen; preußischer Seits die Hauptarmee mit Ausschluß des clairfait-schen CorpS und der Emigranten (ersteres traf wegen der grundlo-sen Wege e^st gegen Abend auf dem Wahlplatze ein, die letzter»erreichten in der Nacht erst Somme Lcurbe) und die Avantgarde.Der Verlust betrug auf jeder Seite etwa zoo Mann.
Valuta (franz. valeur), der Werth, ein ursprünglich ita-lienisches Wort, daS in den Wechselbriefen gewöhnlich ist, umkurz anzuzeigen, woher die Schuld rühre, oder daß man für diezu zahlen aufgegebene Summe den Werth erhalten habe, des Werthsvergnügt worden sey. — Valuta empfangen heißt also, ichhabe den Werth für die zu zahlende Summe erhalten. Bisweilenwiro auch wohl angegeben, worin dieser Werth besteht,, ob in Geld,Waaren, Wechselbriefen u. dgl.
Valvation (von dem französ. Worte «vuluarion, Schät-zung des Werthes oder Preises einer Sache), ist die gesetzliche Wür-digung einer Geldsorte, oder die auf einen festgesetzten Münzfußsich gründende Bestimmung des Werthes gewisser Geldsorten, nachwelchem sie in einem Lande cursiren und angenommen werden sol-len. DaS Verzeichn«'? der Münzsorten, die in einem Lande curß-ren sollen, mit der Angabe des Preises, zu welchem sie anzuneh-men sind, heißt Valvationstabelle. Dergleichen Balvations-tabellen werden, z. B. in Sachsen, von Zeit zu Zeit von der Be-hörde bekannt gemacht. In einigen Ländern nennt man eS denMünztarif. Die in den Valvationstabellen nicht enthaltenenMünzsorten sollen, eben so wie die wirklich verrufenen, weder aus-gegeben noch angenommen werden, doch rverden beim Handel undWandel in dieser Rücksicht mancherlei Ausnahmen gemacht.
Vampyren sind die größte Gattung der Fledermäuse, vonwelcher es, nach Verschiedenheit der Größe und Farbe, drei Ab-arten oder Spielarten gibt. Der Kopf ist dem eiues Hundes ähn-lich. Diese Thiere halten sich in einigen Gegenden Afrika's, vor-züglich aber in den ostindischen Inseln, auch in einigen Striche«von Südamerika häufig auf, und fliegen oft in großen Schaarenvon einer Insel zur andern. Sie nähren sich von Früchten, fallenaber auch Thiere und selbst Menschen an, wenn sie schlafen, undsaugen ihnen Blut aus, daher sie auch Blutsauger genanntwerden. Sie fliegen nämlich in die Zimmer, wenn die Fensteroffen sind, lecken mit ihrer Zunge die entblößten Füße des Schla-fenden, bis sie wund werden und saugen ihnen das Blut aus.Der Schrecken soll jedoch größer seyn, als der Schaden, den siedamit anrichten. Es ist nicht ganz unwahrscheinlich, daß dieseFledermäuse zu der Fabel von den Harpyen Anlaß gegeben haben, we-nigstens erwähnen ihrer einige alte Schriftsteller. Das Wort Vam-pyr soll servkschen Ursprungs seyn. Im I. 1732 entstanden inUngarn- und besonders in Servien große Bewegungen über dieVampyren, welche Untersuchungen von Seiten der Regierung, und