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Dandamm« Vanille 263

Ig.ocio Mann nach Afrika (5Z4), besiegte aber Gelimern in zweiSchlachten, und brachte ihn dahin, daß er sich gefangen gebenmußte. Gelimer wurde zu Cvnstantinopel im Triumphe aufge-führt, und mit ihm hörte das Königreich der Wandalen in Afrikaauf, nachdem es 106 Jahre bestanden hatte.

Vandamme (Dominikus), geboren in Eaffel (im Nordde-partement), wo sein Vater Stadtapotheker war, nabm sehr jungKriegsdienste, kam vor der Revolution mit einem Eolonialxegi-ment nach den Inseln, kehrte nach dem Ausbruck der Unruhen zu-rück, und bildete ein Freikorps, das unter dem Namen der Jägervom Berg Eaffel bckannt wurde. An der Spitze dieses Corpsmachte er den Fcldzug von 1792 mit, und zeichnete sich so aus,daß er zum Brigadegeneral befördert wurde. Im Jahre 179Astand er bei der Nordarmee, kam dann zur Armee der Sambreund Maas, und machte 1795 den Feldzug unter Jourdan, darauf1796 unter Moreau, und zeichnete sich in diesem und dem darauffolgenden am Rhein durch Muth und Thätigkeit aus. Nach demFrieden von Luneville wurde er Commandant der röten Militär-division, kam dann in das Lager vor Boulogne, und ging beidem Ausbrnch des Krieges mit Österreich nach Deutschland, w»er seinen früher erworbenen Ruhm wieder bewährte. Im Feld-zuge lstoö und 1807 wurde er mit der Eroberung Schlesiens be-auftragt. Im Feldzuge 1809 gegen Österreich standen die Wür-temberger unter seinem Befehl, und lieferte mit denselben bei Ur-sar, Linz gegenüber, den Österreichern ein rühmliches Gefecht.Im Jahre 1812 machte er den Feldzug n ch Rußland mit, fielaber wegen eines Streites, den er mit Joachim Bonaparte ge-habt, in Ungnade, und wurde auf sein Landgut bei Eaffel ver-wiesen. Im folgenden Jahre wurde er aber schon wieder an dieSpitze eines Truppencorps, das sich in der zrstcn Militärdivisionbildete, gestellt, und wollte eben die Feindseligkeiten gegen dieRussen eröffnen, als der Waffenstillstand eintrat. Nach Verlaufdesselben drang er Ende Augusts in Böhmen ein, wurde aber beiKulm auf allen Seiten angegriffen und eingeschlossen, daß er sichtrotz des tapfersten Widerstandes ergeben mußte. Berüchtigt sei-nes üblen Betragens wegen wurde er als Kriegsgefangener mitVerachtung behandelt, und nach Rußland abgeführt, wo er erst1814 zurückkehrte. Nach der Aurückkehr Napoleons igrz wurde erzum Pair von Frankreich ernannt, csmmandirte im Juni un-ter Groucky dar Zte Armeekorps, und zeichnete sich bei dem An-griff auf Wavre besonders aus. Seinen' Rückzug machte er inbester Ordnung, brachte fast sem ganzes Corps nach Paris, undging mit demselben hinter die Loire. In der Verordnung vompusten Juli mit begriffen, verließ er igiä Frankreich, und gingnach den Niederlanden. Nach einigen Nachrichten soll er sich nochdort befinden, nach andern aber auf seinem Landgute bei Eaffelleben. Durch Muth und Tapferkeit sich auszeichnend, hat er an-derer Seits durch seine unmäßige Raubsucht und sein tyranni-sches Betragen den Haß von ganz Deutschland auf sich geladen.

Van Dyk, s d. Art. Dyk.

Vanille (eprllenüium vanil!» Knn.), von dem spanischenWorte Va^niliL, eine kleine Schote, ist eine windenartige Pflan-ze, die in Südame-ika in den Provinzen Mexico, Peru, Guiana,und in einige» westindischen Inseln auf Bergen wächst» und wie