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Zenhter Band. To bis Z.]
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Vanloo 265

Ruf zugezogen. In Lyon gab er sein Buch: Amphitheater dergöttlichen Vorsehung (arngirirstoatiiiiii vereine provickenriae)rüiz heraus, das zwar gegen Cardanus und andre Gott.släugnergerichtet zu seyn schien, durch welches er sich aber doch den Ver-dacht, selbst den Atheismus verbreiten zu wollen, zuzog. Ermußte deßwegen Lyon verlassen, und ging nach Paris. Hier gaber 1Ü16 «ine zweite Schrift: Über die bewundernswürdigen Ge-heimnisse der Natur (sts »ämiranclis Xatnrae, leKinae Oeaegusrnorraliuiri arcanis, lilari guanror) heraus. Dieses Werk ist inüc> Dialogen abgefaßt, daher es auch bisweilen unter dem Titel:Gespräche über die Natur, erwähnt wird, und ist eigentlich mehrphysikalischen, das erstre hingegen theologischen Inhalts. BeideBücher sind selten geworden. Obgleich dieses zweite Buch mit Er-laubniß der theologischen Facultät zu Paris (der Sorbonne) ge-, druckt wurde, so wurde Banini doch bald deßwegen angegriffen,und als Atheist angeklagt. Er verließ daher Paris 1617, undging nach Toulouse, wo er Unterricht ertheilte. Aber auch hierfand er Gegner, wurde des Atheismus und der Zauberei beschul-digt, in das Gefängniß gebracht, und, ohne hinlängliche Beweiseseiner Strafbarkeit durch einen llrthcilsspruch des Parlaments zuToulouse am yten Februar i6i.y zum Feuer verdammt. Das Ur-theil wurde noch an dem nämlichen Lage vollzogen. > Vanini> wurde zum Richtplatz geschleift, nachdem ihm die Zunge heraus-gerissen worden war, erwürgt, und dann verbrannt. Er wari erst Z4 Jahre alt. Durch diese Art des Todes ist Banini be-

l rühmter geworden, als er es sonst durch seine Schriften, denen

man keinen hohen Werth zugestehen will, geworden seyn würde.

' In keinem Falle hatte er eine solche Strafe verdient; oberesscheint, daß er durch unvorsichtiges Benehmen, durch eine gewiss«gelehrte Prahlerei und durch beißende Spöttereien, sich heftigeGegner zugezogen habe. Er hat auch eine Apologie des tridcn-tinischen Conciliums und eine Abhandlung über die Astronomiegeschrieben; ob er noch andre Werke, die unter seinem Namen an-geführt werden, geschrieben habe, ist ungewiß. Ein Verzeichnißdessen, was für und wider Banini geschrieben worden ist, ent-,hält das Ruch: Leben und Schicksale, Geist, Charakter und Mei-nungen des Lucilio Vanini rc von W. D. F-, Leipzig tgoo.

Banloo ist der Name einer Künstlerfamilie, die aus Eclusein Flandern abstammte, und mehrere berühmte Mahler der nie-derländischen Schule hervorgebracht hat. Der erste dieser Familie,der sich als Künstler bekannt machte, war Johann. SeinSohn Jacob arbeitete anfangs als Porträtmahler zu Amster-dam, ging 166z nach Paris, wurde Mitglied der dasigen Kunst-akademie, und starb 167a. Don ihm ist ein Gemählde in derdresdner Gallerie: Angelica und Mcdor. Jacobs Sohn, Lud-wig, war als Zeichner und Frescomahler berühmt, lebte erst zuParis, dann zu Air. Er hatte zwei Söhne, die den Namen iy-rer Familie zu oem groben Rufe erhoben haben, den sie in derKünstlerwelt erlangt hat. Der älteste derselben, JohannBaptist«, geb. 1684, war GeschichtS - und Porträtmahler»hielt sich in Frankreich, Italien und England auf, und mahltesehr viel Porträts. Won seinen historischen Gemählden sind diemeisten in Paris, Loulon, Turin, Rom und London. WerschiedneKupferstecher haben nach ihm gestochen. Der zweite Sohn, Carl