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Andreas, geb. i>og, lernte bei seinem ältern Bruder, studirtedann zu Rom, mahlte Historien und Landschaften, wurde 1735Mitglied der Akademie der Künste zu Paris, und später Profeijorbei derselben. Seine Gemählde sind meistens in Frankreich geblie-ben; einige derselben sind in Kursier gestochen worden. JohannBaptist» hatte vier Söhne, die all. geschickte Künstler waren:«) Carl Andreas Philipp, lernte bei stines BarerS Bruder,wurdenach Berlin als Hofmahler an Pesnc's Stelle berufen, mahlteha vcrschiedne Deckenstücke und Portraits, und ging '1.770 nach Pa-ris zurück. d>) Ludwig Michael, war Keichichls- und Por>iträtmahler, wurde 174g erster Mahler des Königs von Spanienund starb 1771. c) Claudius, ä) Franz, beide zeigten sehrviel Anlagen, gute Künstler zu werden, starben aber frühzeitig.
Vapeurs (von dem lateinischen Worte vaxor, Dunst) habenaußer der wörtlichen Bedeutung in der französischen Sprache(Dämpfe, Düyste), auch noch die in der Umgangssprache der ver-gangenen Jahrzehnte übliche erhalten, daß man bei dem weibliche»Geschlechte gewisse Zufälle, die man anfangs bloß von aufsteigendenWinden (Blähungen), dann von Nervenschwäche ableitete, damitbezeichnete. Das Weitere hierüber siehe unter dem Artikel: Hy-sterie.
Varianten (lectiones vaii-Ees, lectionos variae), ab-weichende Lesarten, nennt man die Verschiedenheit, die man ineinem oder mehrern Worten in der nämlichen Stelle in den Hand-schriften, welche von den Werken eines alten griechischen oder rö-mischen Schriftstellers noch vorhanden sind, sinoet, Bor der Er-findung der Buchdruckerkünst wurden die Werke der alte» und neu-ern Schriftsteller abgeschrieben; dieses Gekäst wurde vorzüglich inden Klöstern von Mönchen, aber auch von andern Personen au-ßerhalb der Klöster betrieben. Unwissenheit, Unachtsamkeit, wohlauch bisweilen Eigendünkel und unzeitige Verbefferungssucht mach-ten, daß diese Abschreiber oft nicht nur einzelne Worte, sondernauch ganze Stellen veränderten. Diese Verschiedenheiten in denHandschriften von einem und demselben Werke eines Schriftstellersfind die Varianten. Es ist eine eigene, oft wenig Dank ver-dienende, Beschäftigung solcher Gelehrten, welche neue Ausgabe»von ältern Schriftstellern b-ssrgen, die von dem herauszugebende«Werke noch vorhanhncn Handschriften mit einander zu vergleichen,die verschiednen, von einander abweichenden Lesarten zu prüfen,und unter denselben diejenige zu wählen, welche den Sinn desSchriftstellers am besten auszudrücken scheint. Verschleime Kriti-ker der vorigen und neuern Zeiten haben sich durch diese Bemü-hung ein großes Verdienst um sie Berichtigung des Textes deralten classischen Autoren erworben; obwohl auch nicht gcläugnetwerden kann, daß man nicht selten offenbaren Fehlern der Ab-schreiber mehr Aufmerksamkeit gewidmet hat, als sie verdienten.Nicht bloß in den Handschriften von den Werken der alten grie-chjschen und römischen Autoren, sondern auch in denen spätererCchr-flsteller, namentlich der Dichter des i4ten Jahrhunderts,Dante, Petrarca rc. finden sich dergleichen Varianten.
Variation (ital. Vsmariou«.), heißt in der Musik über-haupt e'ne veränderte, auf mannichfaltige Art modificirte Wie-derholung eines (der Regel nach kurzen, einfachen und leichtfaßlichen) musikalischen Satzes. Eine solche Veränderung wir»