L8o Vendee
Jahrhunderts sich in den Besitz desselben zu setzen; dkeAbsichten beiderwurde» von Frankreich 'vereitelt. Im I. 1620 kündlgrcn dieDelrliner den Graubünonern den Gehorsam auk, ermordeten alleevangelischen Einwohner und errichleken eine eigene Regierung.
Ec entstund nun in dieser Gegend ein innerlicher Krieg, un' erstim I. r6Z7 kamen die Graubündmer, vorzüglich durck VermittlungFrankreichs, wieder zum ruhigen Besitz be« Bcltli», bei dem sie sich auchin der Folge behaupteten. Als die ciSalvinische, nachmals italienischeReoublik enistand, mutzte das Belrlrn im I. 17»,>7 an diese abgerrecenwerden;' es verblieb auch dem nachher errichteten Königreiche Italien, fnni r chte ei^ienTheil des Departements der Aoda aus. Sckt 1814 ,steht es unter österreichischer Herrschaft, un:> in ein Lye>i derProvinz Eondrio rm lombardischen Gouvernement. Die »orzüg-lichsten Örter darinn — eigentliche Städte gil t es i» diesem Land»chcn nicht - sind die Marktflecken Sondrto oder Sonders,in einer schönen Gegend, wo d r Fluß Maler sich in die Adda er-gießt, mit Z-;oc> Einwohnern, und Tirano an der Ldda mitZ7no,Einwohnern. — Die interessante Geschichte eines veltlinerDändmädchens s. in Müllers Geschichte der Schweiz Bd. IV.Cap, 5.
Vendee, ein Departement des französischen Reichs, ehemalsein Theil des Gouvernements Poitou, und zwar der westliche oderUnter Poilo«, das seinen Namen von dem kleinen Flusse Vendseerhören hat. Es wird von den Departements d>w niedern Loire,der beiden Ssvres nno der niedern Eharenke umgeben, und stößtgegen Ab>nd an das atlantische Meer. Die Hauptörter darinsind: Fontenay, Luqon und Sables d'Olonne, Der Flächeninhaltdes Departements beträgt IZ4 Q.Meilen; seine Bevölkerung ist,selbst nach den offleiellen Berichten, sehr verschieden, von 212 bis270,000 Einwohner angegeben worden. Das Land ist größtenthellifruchtbar und durch fleißige Eullur gut angebaut; es bringt vielGe'rü'de hervor, und versorgt zum Theil die Hauptstadt deSReichs mit Schlachtvieh. Diese Gegend ist durch den Krieg be-rühmt geworden, den ihre Einwohner in den ersten Jahren derRevolution gegen die Republikaner führt/n, und der unter demNamen des Bendsekriegs bekannt ist. Er wurde mit derleidensck.aftlichften Erbitterung geführt, hatte daher alle Gräueleines Bürgerkrieges im Gefolge, und hätte der erst entstandnensranzösiichen Republik sehr gefährlich werden können, wenn unterden Anführern der Bendeer meyr Übereinstimmung gewesen wäre.Über verichiedene Vorfälle dieses Kriegs, so wie über die Absich-ten mancher in demselben handelnden Hauptvertonen, herrscht nochein Dunkel, das wohl nie ganz aufgehellt werden wird. MancheAusschlüsse lind jedoch in denen, im I. igi6 erschienenen, obgleichwicht g'nz unparteiischen Deinwürdigkeiten der Marquise de laRöche, J.>quei>n gegeben worden. Dieser Krieg würd- nicht bloß ?in den Gränzen des obenbeichriebenen Departements geführt, son- sLern erstreckte sich auch in drei benachbarte Departements bis andie Loire be. Raines und Angers; aber weil er in der eigentli-chen Bendee entstanden war, behielt er auch den Namen davon. .Der Landstrich, in welckem er geführt worden, und der in> gemei-nen Le en lo Loc-iAe heißt, ist durch seine natürliche Beschaffen-heil ganz zu d-m ivgcnannten kleinen Kriege geeignet. Es gibtwenig eigentliche Waldungen da, aber viele einzelne BaumgruP-