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Zenhter Band. To bis Z.]
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LZ2 Dende'e

ohne Enthusiasmus für die neue Republik. Ein« Sonderbarkeitdieses Krieges war eS, daß, wenn ein Gefecht geendigt, ein Un-ternehmen vollführt war, die Bauern sogleich wieder nach Haus«und an ihre Arbeit gingen; nur eine kleine Zahl blieb bei denAnführern. Aber alle Anstalten waren getroffen, daß die Bauernim Nothfalle sehr bald wieder versammelt werden konnten, Wenn.ihnen ein Angriff nicht gelang und sie zurückgeschlagen wurden,so zerstreuten sie sich einzeln, so daß es den regulären Truppenunmöglich wurde, sie zu verfolgen; sie gingen in ihre Heimathund warteten ruhig, bis sie einen Aufruf zu einem neuen Unter-nehmen erhielten. Die ersten Unternehmungen der Vendecr ge-schahen ohne durchdachten, zusammenhängenden Plan, ihre Absich-ten waren, bloß die Gewalthätigkeiten der Republikaner, beson-ders die wiederholten Versuche derselben, die jungen Leute zumKriegsdienste wegzunehmen, zurückzutreiben;, unter den einzelnenHaufen der Vcndeer war noch keine feste Verbindung, jeder agirtefür sich da, wo es nöthig war. An die Spitze eines dieser Hau-fen stellte sich ein neuer Anführer, de la Röche-Jaquelin, der baldeinige Vortheile erfocht, die den Muth der Bmdeer vermehrten.Stach und nach vergrößerte sich auch die Zahl derselben, mehrereAusgewanderte aus andern Provinzen vereinigten sich mit ihnen,selbst von den Republikanischen gingen einige zu ihnen über. DieWendcer griffen nun selbst die Städte an, die von Republikanernbesetzt waren, und bemächtigten sich ihrer. Eine Niederlage, diesie (d. löten Mai 179z) bei Fontenay erlitten, hielt sie nicht ab,acht Tage nachher die Republikaner an eben diesem Orte anzu-greifen. Sie erhielten einen vollständigen Sieg, der ihnen 40 Ka-nonen, viele Gewehre/ Munition und eine nicht unbedeutendeKriegscaffe verschafft«!. Dieser Sieg gab der Jnsurrection eine Fe-stigkeit, die sie vorher nicht gehabt hatte; man errichtete nun einen«bersten VerwaltungSrath, der zu Chatillon seinen Sitz haben, undalle die Landesverwaltung betreffende Geschäfte leiten sollte. DieHoffnung der Vendäer, daß auch in andern Departements ähnlicheInsurrektionen zu Gunsten der alten Verfassung entstehen sollten,blieb jedoch unerfüllt. Bisher hatte der Nationalconvent zu Parisden Ausstand in der Vendee entweder für zu unbedeutend gehalten,«der nicht Kräfte genug gehabt, ihn beim ersten Ausbruche zu un-terdrücken. Die Truppen, welche er den Insurgenten bisher entge-gengestellt hatte, bestanden größtenthejls aus Nationalgarden oderin der Eil zusammengerafften, wenig geübten Leuten. Der Con»vent wollte nun mehr Ernst brauchen, und schickte Truppen eiligstnach der Vendoe; später wurde auch die Garnison der, am 22stenJuli durch Capitulation an die Deutschen übergegangnen, FestungMainz dahin gesendet. Alle Anstalten wurden getroffen, die In-surgenten von allen Seiten einzuschließen, und zu Grunde zu rich-ten. Aber ehe noch von den Republikanern alle- bewerkstelligetwerden konnte, errangen die Vendder mehrere wichtige Vortheile.Sie nahmen am 24sten Juni Saumur weg, eroberten dabei einebeträchtliche Artillerie, viele Gewehre und Munition, machten meh-rere tausend Gefangene, die sie größthentheils mit kahlgcschornenKöpfen entließen, und waren,nun im Besitz eines wichtigen Po-stens, der ihnen den freien Übergang über die Loire verschaffte.Bis dahin hatten die Vendöer ohne fremde Verbindung gehandelt;erst jetzt wurden ihnen entfernte Anträge von Seiten Englands