Z t 2 Verhärtung
rinnbarer Lymphe, oder von Verdickung der Wände der Gefäßeund kinnen Höhlen der Drüse; der andere ist eine schon in Des,orgarnsation ausgeartere Geschwulst, in weicher ausgetreteneMasse, die Gefäße, Ädern und absondernden Canäle in eins ver-schmolzen, und die Organisation verloren gegangen ist., Man.fin-det diese bösartigen Skirrhen zuweil'n von bedeutender Große,z. B. die Ohrspeicheldrüse über drei Psimd schwer-, eine sk-rrhö!eBrust dreißig Pfund *), dabei hart, höckericht, eine feste, weiß-lichte oder braune Suastanz mit einer weißen festen Membranumzogen. Auch in talg- und speckartige Masse fand man diekrankhafte Drüse verwandelt. Der gutartige Skirrhus kann inbösartigen, der letztere in das Krebsgeschwür übergehen, wenn dieUrsachen fortdauern, oder der Skirrhus gereizt wird. Jedeswahre Krebsge-chwür ist allemal ein bösartiger Skirrhus, dieserist in den meisten Fällen im Anfange zuerst ein gutartiger gewe-sen. Jeder Skirrhus ist der größten Beachtung werth, da er sooft Veranlassung zu dem fürchterlichen Krebsgeschwür gibt. Wirheilten es dahör nicht für unzweckmäßig, auch hier noch etwasüber dessen Eigenthümlichkeit, Entstehen, Heilung und Verhütungzu sagen. Es deutet schon auf etwas eigenes hin, daß der wahreSkirrhus nur in den zusammengehausten Drüse» entsteht, daß ernie ei» gutartiges heilendes, sondern jedesmal ein zerstörendes,um stch fressendes Geschwür gibt. Jene Drülen haben die eigen-thümliche Verrichtung, daß sie in ihren Höhlen, Canäle» oderkleinen Söckchen gewisse Flüssigkeiten absondern, welche sich uigrsDrn Canälen sammeln, und von da zu ihrem bestimmtenZwecke ausgeführt werden. Dergleichen sind z. B. die Speichel-drüsen in der Umgebung des Mundes, welche den Speichel, dieBrustdrüsen, welche die Milch absondern, die große Magendrüfe,Pankreas, welche den Magensaft liefert, u. a. m. Diese Flüssig-keiten sind aber keine von dem Organismus auszusondernde, keinefortzuschaffende, heterogene todte Stosse, wie z. B. die Ausdün-stung, der Urin, u. s. w., sondern es sind zum Leuen selbst ncchgehörige, mit einem eigenen specisiken Leben versehene Stoffe,welche and«rn das Leben in einem gewissen Grade mittheilen, siedem organischen Leben näher bringen sollen. Dazu gehört, daßdiesen absondernden Organen selbst ein hoher Grad von Lebens-kraft einwobne, welchen sie ihren Produkten mitzutheilen vermö-gen. Die Herrschaft des Nervensystems in der Reproduktion mußdemnach auf einen hohen Grad in ihnen gesteigert seyn, und sichals bildende Kraft offenbaren. Eben so muß aber auch ein hoherGrad von Empfindlichkeit und dadurch auch von Verletzbarkeit die-ser Theile Statt finden, indem jede heterogene Potenz feindlichauf sie einwirken, ihre" regelmäßige Funktion stören, und eine ab-norme Gegenwirkung erregen muß. Wenn nun die Function die-ser Drüsen eins groß? Energie der bildenden Kraft voraussetzt,und durch feindliche Einwirkung die Idee des Lebens verdrängtwird, so muß nothwendig die normale Bildung der belebten Flüs-sigkeiten aufhören, und eine abnorme, in Rücksicht des Organis-mus fremde und zerstörende dagegen eintreten Die plastischeKrakt ist in zu hohem Grade in diesen Organen vorhanden, alsdaß sie durch störende Einwirkungen könnte unterdrückt werden,
*) Handbuch der paibsloglschen Anatomie von D. Doigtel, r B.