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Zenhter Band. To bis Z.]
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VeSper Vestalinncn 329

mit Ernst zu verbessern. Die Wissenschaften und Künste beförderteer mit Freiqebigkelt, und begünstigte unter den Gelehrten beson-ders Ouintilran, Plinius den ältern, und den jüdischen Geschicht-schreiber Josephus. Er baute die Theile der Stadt Rom, die inden vorhergehenden Bürgerkriegen gelitten halten, wieder auf,und stellte das Capitel, das unter seinem Vorgänger Bitclliusabgebrannt war, neu und mit größerer Pracht her; auch bauteer ei» neues, großes Amphitheater, dessen noch vorhandene Über-reste unter dem Namen des Colijeo berühmt sind. Bei allendiesen rühmlichen Handlungen war er doch nicht vorwurfsfrei, undman beschuldigt ihn eines übertriebenen Geizes, der ihn verleitete,mehrere Abgaben dem Wolke aufzulegen, und daß er die Schwächegehabt, seiner Maitreffc zu viel Gewalt einzuräumen. Er starbnach einer zehnjährigen, ruhigen und glücklichen Regierung, 70Jahre alt; er war der zweite römische Kaiser, der eines natürli-chen Todes starb, und gehört unter die Personen, die scherzendgestorben sind.

Vesper (Tat.), eigentlich die Nachmittagszeit, daher Ves-perbrot, das Nachmittagseffen. Gewöhnlich aber bezeichnet Ves-per den Rachmittagsgottesdienst; daher Vesperglocke, womit zurVesper, gewöhnlich um drei Uhr, gelautet wird, und Besperpre-digt, die Nachmittagspredigt. Vesperbild beißt die Darstellungdes Leichnams Christi in den Armen seiner Mutter. SicilianischeVesper (s. unten d. Act.).

Wespucci, s. d. Art. Amerigo Vespucci.

Vesta (mythol.), eine Tochter des Saturnus und der Rhea,die Schutzgöttin des Feuers, und zwar des in der Erde verborge-nen Feuers. Sie war zugleich auch die Schutzgöttin der 'Keusch-heit, und erhielt von ihrem Bruder Jupiter die Erlaubniß, stetsunverheirathet bleiben zu dürfen. Sie soll die Menschen zuerstden Gebrauch des Feuers in der Haushaltung gelehrt haben, da-her waren ihr auch die Häuser, und besonders die Eingänge indieselben, wo man gewöhnlich den Feuerherd hatte, geheiligt.Sie nnrd als eine Matrone, meistens mit einer Fackel oder Lampein der Hand, abgebildet. Numa Pampilius baute ihr zu Romeinen Tempel, und'fübrte da ihre Verehrung ein.

Vestalinnen (vestalische Jungfrauen), waren die von NumaPompilius eingeführten Pricsterinncn der Vcsta. Es waren derensechs; sie wurden sehr jung zu diesem Dienste gewidmet, unddurften nicht über zehn, aber auch nicht unter sechs Jahre seyn,wenn sie eingeweiht wurden. Sie mußten M Jahre im Tempeldienen, daselbst das von Numa angeordnete immerwährende FeuerUnterhalten, und Gebete und Opfer für dos Wohl des StaatSverrichten. Sie mußten bei ihrer Aufnahme das Gelübde derKeuschheit ablegen. Die Bestalln, die es verletzte, wurde lebendigbegraben. Dafür hatten aber auch die Wrstaiinnen große Vor-rechte; sie standen nicht unter väterlicher Gewalt; wenn sie aus,gingen, trat ein Lictor vor ihnen her; ihre Personen waren un-verletzlich ; einen zum Tode verurtheilten Missethäter, dem sie vonungefähr begegneten, konnten sie in Freiheit setzen; nach ihremTode wurden sie innerhalb der Stadt begraben, Ihre Kleidungwar ein weißer Rock, und ein Purpurmantel. Nach zo Jahrenkonnten sie den Tempel verlassen und heirathen. Noch jetzt brauchtman dir Benennung Bestattn v»n einer Person weiblichen Ge,