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cell an sich schon eine Octave tiefer steht als die Violine, undfolglich, wo z. B. das o vorgeschrieben ist, dem Klänge nach erstdas o angibt. Das Wkolonccll ist eigentlich kein ursprünglichneu erfundenes Instrument, sondern eine vervollkommnete Umge-staltung der vorher üblichen Viola da Gamba (s. d. Art. Viola).Der Erfinder desselben war Lardieu, ein Geistlicher von Larascvn,im Anfange des iKten Jahrhunderts. Anfangs bezog man es mitfünf Saiten, nämlich 6, V, ü, a, cl. Ums Jahr 1725 aberschaffte man die fünfte Saite ä wieder als überflüssig ab, undbehielt nur den noch gegenwärtigen Bezug von vier Saiten inO, 6, st, , bei.
Viotti (Giovanni Battista), einer der vollendetsten undgrössten Biolinlpieler, die je gelebt haben, und zugleich einer dervorzüglichsten Componisten für sein Instrument, ist geboren zu Fon-tana in Piemont 0755, und war anfangs Violinist in der könig-lichen Capelle zu Turin. Im I. 1780 trat er seine erste Reiseins Ausland an, und kam (nachdem er den Norden besucht hatte),auch nach Paris, wo er außerordentliches Aufsehn erregte. Durchdie Revolution vertrieben, ging er ums Jahr 1790 nach London,wo er denselben Beifall fand, und als Soloviolinist im salomoni-schen großen Concert, und nachher auch als Direcror des Opern-orchesters angestellt wurde. Im Jahr 1798 aber wurde er (Nie-mand weiß warum) plötzlich aus London verwiesen, und gingnach Hamburg, wo er sich noch 1800 befand. Als der würdigsteSchüler Pugnanis, hat er diese gediegne Schule rein fortgepflanztund selbst mit der Zeit fortschreitend vervollkommnet. Virtuosen,wie Rode, Alday, Libon, La Barre, Carlier, Bacher, Pisti-ll. A. m., die man bekanntlich gegenwärtig unter die größten Bio-Iknspielcr rechnet, und durch ihn gebildet wurden, sind Beweisehiervon. Er soll auch übrigens ein sehr gebildeter würdiger Mann,von vieler Lebhaftigkeit seyn, dabei aber viel Selbstgefühl besitzen.Dies zeigt sich unter andern in folgende» Zügen, die Chorou sinseinem Diarionnairo iiisrori^ris ües kklusiciens) von Viotli er-zählt: Bei seinem Aufenthalt in Paris wollte ihn die KöniginMarie Antoinetie in Bersallles boren; zu diesem Behuf wurde eingroßes Concert veranstaltet; der ganze Hof ist versammelt, dasConcert beginnt, und schon die ersten Tacte des Solo's von Viottifesseln die allgemeine Aufmerksamkeit, als im Vorzimmer auf ein-mal der Ruf ertönt: „Platz für den Grafen von Artois!" unddadurch die ganze Versammlung in Aufruhr geräth, und folglichallgemeine Störung entsteht. Viotri, empfindlich hierüber,bricht sogleich sein Spiel ab, und entfernt sich mit der Geige un-ter dem Arm, ohne wiederzukehren. Kurze Zeit darauf faßte erden Entschluß, nie wieder öffentlich zu spielen. Als im I. r/yoeiner seiner vertrautesten Freunde, der aber (in Paris nichts un-gewöhnliches) fünf Treppen hoch wohnte, ihn beredete, sich in ei-nem C-mxert hören zu lassen, welches dieser bei sich veranstaltenwollte, und wozu sehr viele Herren und Damen von fürstlichemRange, und vom vornehmsten Adel eingeladen waren, sagteViotti, in Bezug aus diese. Gesellschaft, -zu seinem Freun'-:„Lange genug sind wir zu ihnen hinabgestiegen, nun könn-u neauch einmal zu uns heraufsteigen." — Auch als Componist (str