Mttuvius Dittoria (Schlacht bei) 3Z5
fen und Schwefelsaure, hat grüne rhomboidale Krystallen, die sichan der Luft mit gelbem Staube überziehen, indem ihr EisenkalkSauerstoff anzieht und unauflöslicher wird. Dieses Salz hatdie Eigenschaft, in starker Hitze seine Säure zu verlieren, weß-halb man es zur Darstellung derselben (daher Bitriolöl genannt)benutzt. Man bereitet den Bitridl hauptsächlich aus den Eisen-kiesen, die aus Schwefel und Eisen bestehen. Nachdem sie geröstetsind, stürzt man sie auf Haufen, und erhitzt sie durch Besprengenmit Wasser. Dieses zersetzt sich, und bildet aus dem SchwefelSchwefelsäure, aus dem Eisen Eiscnkalk, beide verbinden sichzum Vitriol, der durch Auslaugen mittelst Wasser, Reinigungdurch Abseyen, Einsieden und Krystallisation dargestellt wird.Blauer Vitriol oder Gallenstein, cyprischcr oder Kupfervitriol,besteht aus Kupferoxyd und Schwefelsäure, hat saphirblaue Kry-stallen, kommt bisweilen natürlich in Krystallen oder aufgelös't inCementwaffern (zu Ncusohl in Ungarn) vor. Sonst bereitet manihn aus den Kupferkiesen, wie den Eisenvitriol aus den Eisen-kiesen, oder man ccmeniirt Kupfer, auch Messing, mlt .Schwefel,und löscht die glühenden Bleche im Wasser ab, das sich dadurchmit Vitriol sättigt. Au Reusohl, Rolhenburg, Marseille, Win-terthur, Hof, Goslar wird er hauptsächlich fabricirt. Weißerober Jinkvitriol, weißer Gallenstein, Erzalaun ist schwefelsauresZink, und kommt im Handel in zuckerähnlichen Klumpen vor.Zu Goslar wird er aus den Zinkerzen durch Verwittern, Aus-laugen und Ernstallisativn erhalten; die Krystallen schmelzt man,und läßt sie wieder erstarren. Da die Zinkerze Eisen, Blei, Sil-ber, Kupfer enthalten, so ist dieses Salz nie rein. Ein in Salz-burg gewonnener Vitriol oder sogenannter doppelter Adler ist einGemisch aus Eisen.-, Kupfer- und Zinkvitriol. Der admonteraus Gteyermark besteht dagegen aus Kupfer- und Eisenvitriol.Zur Schwarzfärberei werden beide Sorten dem reinen Eisenvi-triole vorgezogen; kalte Jndigküpe aber und blauer englischerDruck erfodern reinen, nicht verwitterten Eisenvitriol. Vs.
Bitruvius (Marius Bitruvius Pvllio), ein berühmter rö-mischer Architekt, geboren zu Verona, der zu den Zeiten Augustsund Tiber'S lebte, und von dem erstern zu Aufführung von Ge-bäuden gebraucht wurde. Bon seinen LebenSumständen weiß mannichts Bestimmtes. Er ist uns vorzüglich durch sei» Werk überdie Baukunst in zehn .Büchern bekannt geworden — die einzigeSchrift dieser Art, welche aus dem Alterthume auf uns gekommenist. Obgleich man seine Schreibart als geschmacklos tadelt, sowird das Werk doch wegen seines Inhalts sehr geschätzt; es istdeßwegen auch öfters herausgegeben, und in verschied»? Sprachenübersetzt worden. Eine gute deutsche Übersetzung davon hat derCabinetsrath August von Rode in Dessau (Leipzig 170b) heraus-gegeben.
Vittoria (Schlacht bei). In der Mitte des FebruarsI8iz kamen die Nachrichten von Napoleons Unglücke aus Ruß-lands e-.siqen Steppen nach Spanien zu dem französischen Feld-herrn mit der Messung , alles, was nur an Truppen entbehrtwerden könnte, nach Deutschland abzusenden. Zc>,voo Mann derb.stcn Kerntrupven gingen in Eilmärschen dahin ab, allein ihrAbgang nöthigte auch zugleich die Franzosen, die schon im vori-
Zahre. unter Marin vnt die furchtbarste Niederlage erlitten. - 23*