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Zenhter Band. To bis Z.]
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Wärme 46 Z

sig bleiben, wenn es schon einige Grade unter dem Eispunkt er-kältet ist, und es nimmt dann noch an Umfang zu, bis eS voll-kommen gefriert. Diese Eigenschaft des Wassers macht, daß dasThermometer die wahre Temperatur dessllb-m dann nicht richtigangeben kann, wenn das Wasser unter 40° kalt ist. Daher auchkommt es, daß da« Eis leichter ist als W-'sser, in dem Verhält-niß wie 92 zu 100, wenn nämlich die Temperatur dsS Wassers60° ist. Auch bei den Metallen findet man eine ähnliche Ausdeh-nung, wenn sie aus dem flüssigen in den festen Anstand übergehen,allein dies scheint von einer Art Crystallisation oder regelmäßigerAnordnung der Theile herzurühren. Auf dieser ausdehnenden Kraftder Wärme beruhen die Thermometer, welche von dem berühmtenSanctvrius erfunden, von Hook und Drebbel verbessert wurden.Unter den verschiedenen Thermometern ist im Norden von Europa,besonders in England, das Fahrenheirsche am meisten im Gebrauch,dessen Gefrierpunkt Z2° und der Siedepunkt 212° ist. In Frank-reich brauchte man vor der Revolution allgemein das Reaumursche,wo der Gefrierpunkt 0 und der Siedepunkt ist. Seit der Re»Wolutivn wendet man häufig die Scale von 100° an, wo also derSiedepunkt 100" ist. Diese ist von dem Schweden Celsius erfun-den. Bei stärkerer Hitze gebraucht man die sogenannten Pyrome-ter. Diese, von Wedgewood erfunden, bestehen aus Thon mitAlaunvermischt, der zwischen kupfernen Stäben befestigt ist. Der Thonnämlich hat die Eigenschaft, sich in beträchtlicher Feuerhitze zusam-menzuziehen. Bon der ausdehnenden Kraft der Wärme hängt derEinfluß ab, den sie auf die Veränderung des Zusammenhangs derfesten und flüssigen Theile hat. Jene lös't sie zu Flüssigkeiten auf,die Flüssigkeiten verwandelt sie in Dämpfe, und zersetzt ihr«Bestandtheile. Bei diesen Vorgängen wird aber die Wärme nichtfrei oder fühlbar, sondern sie wird eben zur Bildung der Flüssig-keiten und Dampfe verwandt. Daher erzeugt sich Kälte durch Ver-dampfung; daher entsteht bedeutende Kälte, wenn Salze aufgelös'twerden. Umgekehrt erzeugt sich Wärme, wenn Dämpfe in Flüs-sigkeiten, und diese in feste Gestalt übergehen, z. Quellen derWärme. Daß sich Wärme durch Berdichtung erzeugt, haben wireben dargcthan, und wir können noch hinzusetzen, daß selbst die Ver-dichtung der Luft in der Luftpumpe nicht ohne Erzeugung vonWärme Statt findet. Vielleicht wirkt das Schlagen auf einen Kör-per, wie auf Eisen mit einen, Hammer, auf diese Art. Aber dasReiben ist unstreitig eine Ursache der Wärmeerzeugung, die keines-weges aus jener ersten Quelle abzuleiten ist. Indessen hat Rum-ford diese Erscheinung gebraucht, um die Jmmaterialität der Wär-me zu beweisen. Daß die Sonne eine Hauptquelle der Wärmeist, weiß jedermann, aber wie sie dieselbe erzeugt, darüber kannman nur Vermuthungen wagen. Daß die Sonne kein ungeheuresFeuermecr ist, welches immerfort brennt, scheint so ziemlich erwie-sen zu seyn; ja, wenn wir manchen Erfahrungen trauen, so wirddie Sonnenwärme eigentlich nur in unserm Luftkreise erzeugt.Außer dem Sonnenlicht sind das Verbrennen der Körper, fernerdir Entwickelung der Elektricität und des Galvanismus, die vor-iüglichsten Quellen der Warme. 4. Bon der Natur derWärme. Daß die Wärme kein grober Stoff ist, folgt aus ihrenEigenschaften. Sie gehorcht nicht den Gesehen der Schwere, svn«dern sie strahlt nach alle» Seiten. Sie strebt dem Zusammen-hang entgegen, und lös't alle Körper auf. Sie verbreitet sich fast