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474 Wasgau Washington (George)

Hang zur Politik, und nahm an den Begebenheiten seines Vater»Landes einen vielleicht zu leidenschaftlichen Antheil, wodurch ereine» Theil seiner Mitbürger wider sich aufbrachte. Als ein fä-higer Kopf wurde er aber auch von einigen bedeutenden Männernin Staatsgeschäften gebraucht. Es schien jedoch. als wenn er,aus Haß gegen die Regierung, mehr wider, als für das Interesseseines Vaterlandes arbeitete, und dieses in eine allgemein. Ver-wirrung stürzen wollte. Man beschuldigte ihn dieser Absichten,besonders bei der Gelegenheit, da zwischen Frankreich und derSchweiz die Allianz erneuert wurde, und dann, als er bei einem iüber den züricher See, zwischen dem Eanion stürm und Schweizentstandnen Prozesse, in öffentlichen Schriften die Partei deh Letz- :tern gegen seinen vaterländischen Canron nahm. Ein Vorfall,der sich damals in Zürich ereignete, daß nach der Ab-iidm. hlsfeiermehrere Personen erkrankten, welches man einer Vergiftung desdabei gebrauchten Weines zuswrwo, wurde ihm ebenfalls Schuldgegeben; diese Beschuldigung konnte eher nie erwiesen werden.

Ein sehr wichtiges Document, das ihm der Skadtschreiver zu Zü-rich aus dem Stadiarchrve zu einem gewissen Behufe anv-rtrauthatte, suchte er zu unterschlagen Deswegen und weil er inauswärtigen Zeitsairiftc» geheime Nachrichten über die Verfassungder Schweiz bekannt gemacht hatte- wurde er gesanglich eingezo-gen. Er suchte sich zwar durch eine gefährliche Fluchr zu retten;aber der Versuch mißlang Nach langem Prozeß räumte er end-lich die Entwendung wichtiger Bücher und Handschriften von derStadtbibllvthek, und militärischer Plane und Zeichnungen ein.

Er wurde daher der Landesverrärherei schuldig erklärt (und durch «ine nur geringe Stimmenmehrheit zum Tode verur- s

theilt, den er auch am 27st<n Mai 1780 auf dem Schaffet mit sFassung erlitt. Von ihm ist: Historisch-diplomatisches Jahrzeit-buch zur Prüfung der Urkunden rc., Zürich 1779..— ein brauch-bares und geschätztes Werk; ferner eine gelungene Übersetzung vonLucians Schriften aus dem Griechischen, Zürich 1769—73, vierTheile; 8.

Wasgau, «in Waldgebirge im nordöstlichen Frankreich. Esmacht eine Fortsetzung des Jura aus, von dem es sich auf derGränze des Cantons Bern trennt, dann in mehrern Ketten zwi-schen dem Etsaß und Lothringen hinausläuft und auf den GränzenDeutschlands und der Niederlande in mehrern niedrigen Borbergen,wozu die Ardcnnen und der Hundsrücken gehören, ausläuft. Seine ,

höchste Spitze, der Bölch oder Ballon, ist nur 4320 Fuß hoch,doch ist es sehr rauh und kalt. Auf demselben ' nehmen mehreregroße Flüsse ihren Ursprung Von demselben hat ein Departe-ment des nordöstlichen Frankreichs den Namen.

Washington (George), ein Name, der dem Nordamt.rikaner immer unvergeßlich sey», und in den Annalen ihres Staats, ,

der durch ihn vorzüglich mit begründet wurde, mit verdientem I

Ruhme glänzen wird. Washington wurde am nzsten Februar !

1732 im Staate von Virginien geboren, wo sein Vater ein rei-cher Pflanzer war, und wo, ungefähr 60 Jahr« früher, seinGroßvater, der aus England der damaligen Unruhen wegen >

ausgewandert war, sich niedergelassen hatte. Der junge j

Washington erhielt den ersten Unterricht im väterlichen Hause, >

der hernsch auf der Schule zu Williamsburg, der ehemaligen