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484 Wasserschraube Wasserstraßen

Ohnmacht beobachtet habe. Auch kann in dieser Beziehung einvon Rosst beobachteter Fall wichtig seyn, wo ein von einem tollenHunde gehiffener und an Wasserscheu leidender Mann, nachdem erder Einwirkung einer Boltaischen Säule von 20 Plattenpaarenausgesetzt worden, sofort bon seinem Übel befreit ward, indemwährend des Schließens der Kette Ohnmacht Statt fand. Auchvon einer andern durch die Anwendung des Galvanismus bewirk-te« Heilung einer schon auSgebrochenen Wasserscheu haben wir eineBeobachtung (im ssourimi 2« IVlslleoine, an XI.), nach welcher«an den Kranken der Einwirkung einer Gäule von 50 Lage» aus, isetzte. Er war nach einigen Galvanischen Erschütterungen so ermat-tet, daß er sich nicht mehr aufrecht erhalten konnte; man legteihn als« auf die Erde und setzte die Anwendung des GalvaniS-mus fort, worauf über den ganzen Körper ein Schweiß ausbrach.Die Operation wurde nun geendigt und sollt- den folgenden Lag ^wiederholt werden, allein der Kranke, der sich vollkommen wohlbefand, wollte sich ihr nicht unterwerfen. Ais aber einige Lage 'nachher leichte Schmerzen, die er empfand, die Besorgnis! einesneuen Anfalls der Wasserscheu in ihm erregten, fand er'sich vonselbst wieder ein, um sich der Anwendung des Galvanismus z»unterwerfen, dessen Wirkung nun vollständig war. II.

Wasserschraube, Oocstle-a jst eine Maschi-

ne, welche aus einer hohlen Röhre besteht und nach Art eines .Schraubengangs um eine schiefliegende Spindel gewunden ist. Essteigt darin das Wasser vermöge seiner eignen Schwere bis zueiner gewissen, aber nicht sehr bedeutenden, Höhe. Die Erfindungdieses Instruments schreibt man gewöhnlich dem Archimcdcs zu, lallein es wird auch behauptet, daß schon die alten Ägyptier sichdieser Maschine bedient hätten. j

Wasserstoffgas, s. Gas.

Wasserstraßen. Nichts befördert den Verkehr mehr unterden Menschen als die Wasserstraßen. Den vielen Wasserstraßen,die Griechenland wegen seiner Insellage hatte, verdank! es einengroßen Lheii seiner frühen Cultur. Dasselbe gilt von Europa,das unter allen Ländern die meisten Küsten und die höchste Cul-tur hat. Lag es geschloffen wie Afrika, so wurde es dieser Cul-tur nie theilhaftig. Die natürlichen Wagerstraßen hat man nochLurch künstliche zu vermehre» gesucht. Dieses sind die Canäl-',deren Holland so viele hat und auf deren Bau Frankreich undEngand so große Summen verwendet. In nördlichen Ländernhaben die Canäle das unangenehme, daß sie einen Theil des Jah-res nicht fahrbar sind, wo sie mit Eis bedeckt. In diesen Län-dern ist dann aber Schlittenbahn, und diese verbindet dann dieMenschen. Die wohlfeilste Wasserstraße ist aber das Weltmeer,auf dem ein Schiff bei günstigem Winde in einem Lage durch drei -Breitengrade segelt und also 45 Meilen zurück legt. Auch sind ^keine Frachten-in der Welt so wohlfeil als die Seefrachten» BonArchangel bis Amsterdam kostet eine Last Korn nicht mehr anFracht als von Amsterstam bis Düsseldorf, stromaufwärts. Manrechnet, daß 500 Meilen Seefracht, 25 Meilen Stromfracht (?uWerg oder gegen den Strom) und 6 Meilen Landfracht Paristehen. Welchen Eisisluß dieses auf den Handel und besondersauf den Kornhandel hat, ist leicht zu erachten, L^s.